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Nun sind wir also seit einer Woche wieder in Deutschland, haben Verwandte und Freunde besucht und schon die ein oder andere Präsentation dieser Reise hinter uns, fehlen tut trotzdem ein Abschlussfazit, dass dieses Onlinejournal vervollständigen soll, mit dann insgesamt vierzig Beiträgen. Die letzte Woche in Asien verbrachten wir erst noch in Chiang Mai, im Norden Thailands. Dort besuchten wir, wie üblich, die diversen sakralen Bauten und das geschichtliche Museum der Stadt. Dabei konnten wir Mönche beim Gebet belauschen und noch einige imposante Photos knipsen. Weniger beeindruckend war allerdings der Zoo der Stadt, der sich völlig unübersichtlich und heruntergekommen präsentierte, einzig die weißen Tiger konnten überzeugen. Der Abende waren ebenfalls zwiespältig, so dinierten wir die ersten Tage bei einem fantastischen Italiener und am letzten Abend mit Charles. Jener war trotz seines netten Präsentes (Die DVD des Films „Das Leben der Anderen“), ziemlich unausstehlich. So faselte er ewig über belanglose Themen, brachte schlecht pointierte Witze und schlief schon fast beim Reden ein. Allerdings bezahlte er auch die Getränke und so blieben wir zumindest solange bei ihm, dass es höflich erschien. Da die gesamte City ein großer Markt zu seien schien, schlenderten wir dann noch durch die Gassen und erwarben ein paar Accessoires. Danach ging es dann per Zug nach Bangkok, die gesamte Nacht durch. Dazu wurden Betten ausgeklappt und das Abteil in eine gemütliche, fahrende Jugendherberge verwandelt. Sehr angenehmes Reisen jedenfalls, das den Folterstühlen aus den Bussen, deutlich vorzuziehen ist. In Bangkok unternahmen wir fast nichts mehr, wir kannten ja das sehenswerte bereits und wollten auch nicht noch Unmengen Geld ausgeben und so begnügten wir uns auch auf einen Shoppingbesuch am Siam Square, dem Einkaufsmekka Bangkoks. Dabei erlebten wir noch einmal den hassenswerten Verkehr der Hauptstadt, in dem wir für eine vier Kilometer lange Strecke, nach 1 ½ Stunden brauchten und dann aufgaben und uns zu Fuß weiter durchschlugen. Und dann war es im Endeffekt auch schon soweit, es ging in den Flieger. Zuerst sieben Stunden nach Doha, Hauptstadt des Katars, dessen gleichnamige Airline, dass Reisen allerdings sehr entspannt verlaufen ließ. So gab es für jeden Passagier einen eigenen Bildschirm, mit Tonnen von aktuellen Filmen, Fernsehsendungen, Computerspielen und Musik, in mindestens vier Sprachen. Dazu war das Essen okay und das Bier gratis und so können sieben Stunden schon mal ganz schnell vorüber gehen. Der Flughafen des kleinen Staates war dagegen allerdings ziemlich hässlich und die Rauchergefängnisse menschenrechtsverletzend, trotzdem überstanden wir auch unseren Aufenthalt dort. Danach ging es leider mit einer etwas veralteten Maschine nach Berlin, noch einmal sechs ½ Stunden. Die gingen allerdings mehr als rasend herum, da die Vorfreude auf die Familie ins unermessliche wuchs und dann war es soweit, als wir endlich unsere Rucksäcke hatten, die Begrüßung unserer Eltern. Jene waren sogar mit einem Schild bewaffnet und verfrachteten uns erst einmal in ein Lokal fürs gemeinsame Frühstück, bevor wir zum ersten Mal seit zehn Monate einen Tag getrennt waren. Und nun fragen mich seit einer Woche alle Menschen was ich aus so einer Erfahrung gelernt habe? Ich kann jedenfalls sagen, dass mich dieses Jahr menschlich weitergebracht, dass es unser kulturelles Verständnis vergrößert hat und das diese Art von Reisen einfach eine unglaublich tolle Sache war. Sprachlich haben wir uns ungemein verbessert, wir haben unzählige Leute getroffen, aber vor allem waren wir zum ersten Mal wirklich frei und auf uns allein gestellt. Was war nun das schönste? Das ist unmöglich zu beantworten, es waren so viele einzigartige Erfahrungen… das schwimmen mit den Mantarochen, der Sonnenuntergang am Uluru, die Pythons im Dschungel, die Geburtstagsfeier in Canberra, die Tempel von Angkor oder einfach nur der Alltag mit dem damals noch funktionierendem Patches… es war einfach fantastisch und wir meinen beide, dass jeder der die Chance erhalten sollte, im Ausland zu leben, zu reisen und zu arbeiten, diese auch nutzten sollte. Ich hoffe ihr hattet durch dieses Journal auch etwas Freude an dieser Reise. Es bleibt jedenfalls weiterhin Online für alle Leute die so etwas Ähnliches vorhaben und eine Erfahrung kennen lernen wollen (wie wir damals auch, Danke an Susi) und einfach viele Fragen haben und dann hier sehen können, wie einfach es doch eigentlich ist. Wenn euch etwas direkt interessieren sollte, könnt ihr auch mailen an: phea@gmx.de oder matenzi@gmx.de Danke noch einmal an alle Leser und Kommentatoren, die essentiell für dies Tagebuch waren. Matthi & Robi  Museum in Chiang Mai  Mönche  weißer Tiger  Nachtzug  interessantes Plakat  Wiedersehen!  Gruppenbild
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Nachdem wir uns erst einmal gründlich von der Busfahrt erholt hatten, lag also Sukhothai vor uns. Die Stadt an sich, machte grundsätzlich nicht viel her, hatte dafür allerdings die größte Tempelanlage des Landes, den historischen Park der Stadt. Jenen erforschten wir mit einem gemieteten Tuk-Tuk Fahrer, der uns durch die riesige Anlage führte. Wir sahen insgesamt ungefähr zwölf Tempel, oder besser gesagt was noch von ihnen übrig ist, welche in sehr gepflegten Rasenflächen und Teichanlagen gebettet waren. Die meisten Tempel waren von sehr klassischer Struktur, doch einige wurden auch im Stil von Angkor errichtet, als dessen Reich noch bis nach Thailand reichte. Im direkten Vergleich ist Sukhothai gegen Angkor jedenfalls chancenlos, nicht einmal der größte Tempel der Anlage vermochte ein ähnliches Gefühl wie die Stätten von Angkor zu vermitteln. Trotzdem machte die Rundfahrt einigen Spaß, da es etliche nette Details zu entdecken gab. So waren manche Tempel von über dreißig Elefantenskulpturen geschmückt, sowie ein anderer nur durch eine ziemlich steile Treppe aus Naturstein zu erreichen war. Außerdem gab es viele riesige Steinskulpturen zu bewundern, dessen Pracht durch den Verfall sogar noch stärker war. Das einzig nervige war nur, dass am gleichen Tag auch unzählige thailändische Schulklassen auf dem Gelände unterwegs waren, im pinken Einheitslook, fast wie ein niedlicher, kleiner Telekomstreik. Jedenfalls guckten die kleinen Bälger uns in etwa so an, als wären wir gerade aus dem All gelandet. Dies und die erdrückende Hitze ließen uns dann irgendwann das Weite suchen, zurück ins sichere Gästehaus. Am Abend wollte ich eigentlich noch im Internet vorbeigucken, doch dies erwies sich als äußerst problematisch. Das Internetcafe wo ich hinwollte, erklärte mir jedenfalls, dass das Internet vorübergehend nicht verfügbar wäre, allerdings nicht durch technische Probleme, sondern dadurch, dass der Sohn der Besitzerin ungestört zocken wollte. Nach einigen hitzigen Wortgefechten, verstand sie plötzlich kein Englisch mehr und ich musste mir etwas anderes suchen. Also fragte ich in einem Videoverleih nach einer Alternative, doch das nette Personal verstand gerade mal das Wort Internet an sich. Trotzdem bat man mir an, mir freundlicherweise zu helfen. Da mir die groben Richtungsangaben auf Thai leider überhaupt nichts sagten, wurde ich kurzerhand auf das Moped des Besitzers verfrachtet und quer durch die Stadt gefahren. Zu meiner Überraschung hielten wir dann tatsächlich auch vor einem anderen Internetcafe, welches auch benutzbar war. Leider hatte ich danach überhaupt keine Ahnung wo ich eigentlich steckte und musste mir ein Taxi nehmen um nach Hause zu finden. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, die beweisen, dass die Bevölkerung hier sehr herzlich ist, wenn auch manchmal ziemlich unbeholfen. Ansonsten gab es eher wenig zu sehen und so entschieden wir uns, sehr bald aufzubrechen. Es ging per Bus dann direkt nach Chiang Mai, der Hauptstadt des Nordens. Da wir in Chiang Mai allerdings vorläufig nur eine Nacht bleiben wollten, hatten wir nur sehr kurze Eindrücke der Stadt. Jedenfalls wirkt sie trotz ihrer Größe, irgendwie familiär, was vielleicht durch die winzigen Gässchen kam. In jenen waren wir immerhin auch sehr gut italienisch dinieren, bevor es auch schon auf die Weiterreise ging und so haben wir bisher auch noch keinen der unzähligen Tempel und Schreine der Stadt zu Gesicht bekommen und Das, obwohl sie genauso viele besitzen soll wie die Weltmetropole Bangkok. Danach ging es jedenfalls nach Pai, was nur 130 Kilometer nördlich gelegen war, trotzdem mit einer Busreise von über vier Stunden zu Buche schlug. Die Straßen verliefen durchgängig im Serpentinenformat und über die unzähligen Berge unterwegs einfach hinweg. Pai selbst, war dann in einem herrlich idyllischen Tal gelegen, fast wie Schweizer Kurorte im Sommer und so grün wie Matthis eigenartiges Poloshirt. Wer soweit in den Norden fährt, kommt aus oder will in eines der Nachbarländer übersetzten, oder die beeindruckende Natur hier genießen. So kann man in Wasserfällen baden, durch die Wälder wandern, im Fluss raften oder wie wir, Elefanten reiten. Dadurch dass hier so viele Reisende unterwegs sind, hat Pai für die geringe Einwohnerzahl von 3000, auch eine überaus aktive Livemusik- und Nightlifeszene. So lernte man massenhaft Leute kennen, aus aller Herren Länder. Wir lauschten zum Beispiel mit einer Gruppe Israelis psychedelischem Rock, oder sahen mit an, wie eine Kanadierin mit ihren Moped vor unseren Augen auf die Fresse flog. Außerdem lernten wir von einer Mexikanerin, dass Burritos aus den USA kommen und von einem Engländer das 1860(!) München vor fünf Jahren noch Champions League spielte. Am dritten Tag war es dann allerdings soweit, dass wir auf den Rücken der größten Landsäugetiere dieses Planeten steigen konnten und mit ihnen einen halben Tag verbrachten. Zu allererst durften wir die riesigen Viecher füttern, von denen die Größten bestimmt über vier Meter hoch waren, bevor es zum aufsteigen ging. Das funktionierte Wahlweise nach Elefantengröße, über den Rüssel oder dadurch, dass der Elefant mit seinem Vorderbein eine Stufe bildete und man sich am Ohr rauf zog. Da wir den größten abbekommen hatten, war es auch gar nicht mal so einfach nach oben zu gelangen, doch dies meisterten wir zunächst noch. Danach begann der Ritt für 1 ½ Stunden durch den Dschungel, der drei Elefanten, fünf Touristen und drei Guides einschloss. Unser Elefant lief erst einmal schnurstracks durch einen Dornenbusch, was ziemlich unschön ist, wenn man nicht ausweichen kann. Danach wollte er sich auch nicht mehr fortbewegen, was den Guide dazu brachte seine Pike zu benutzen. Diese „Waffe“ hämmerte er mit voller Kraft mit der Seite ohne Spitze auf den Elefantenkopf ein, so dass ein Mensch sicherlich bewusstlos gewesen wäre. Danach spurte das arme Tier, bekam allerdings noch einige dieser Hiebe ab, oder wahlweise auch die spitze Seite in Ohr oder Kopf reingedrückt, bis Blut floss. Natürlich reagieren die Tiere nicht auf ein leichtes Streicheln, aber so muss es ganz bestimmt nicht ablaufen, außerdem merkte man eindeutig, dass die Tiere überhaupt nicht laufen wollten. Danach ritten wir durch den Dschungel, der voll mit diesen riesigen Spinnen war, die ihr sicherlich noch aus Australien in Erinnerung habt, also hatte man eigentlich nur damit zu tun, nicht in irgendein garstiges Netz zu kommen oder vom Elefanten zu fallen. Einen Sitz hatten wir nämlich nicht, was zwar viel tierfreundlicher ist, allerdings jeglichen Sitzkomfort vermissen lässt. Unser Elefant hatte eine riesige Wirbelsäule und ich kenne niemanden der gern auf Kanten sitzt, außerdem waren seine Borstenhaaren ebenfalls sehr schmerzhaft. Dadurch war der Dschungelritt eine Höllenfahrt, die man sich hätte sparen können. Danach ging es weitere 1 ½ Stunden in den Fluss, wo man glücklicherweise nicht mehr sitzen musste. Dort wurde einfach nur mit den Elefanten getollt, man machte sie nass, sie einen, dann schmissen sie einen ins Wasser oder man ritt Rodeo. Klar mussten auch hier die Guides die Tiere antreiben, doch es schien ihnen mehr zu gefallen, als das Reiten. Irgendwann hatte man aber genug geplanscht und als ein Guide auch fast zerquetscht wurde, trauten wir der ganzen Sache sowieso nicht mehr. Danach konnte man für fünfzehn Euro, lächerliche DVDs mit zehn Minuten Videoclip und einhundert unscharfen Fotos des Trips kaufen, zum Glück konnten wir ein paar Bilder von einem anderen Touristen kostenlos bekommen. Als wir fragten wie die Veranstalter über die Behandlung der Tiere dachten, erklärten sie uns, dass die Tiere früher zum Baumaterialtransport genutzt worden waren, der heute verboten ist, und sie deshalb keine andere Perspektive haben. Dies bezweifeln wir sehr stark und auch das Argument, sie müssten das Geld für Futter erarbeiten ist lächerlich. Jedenfalls raten wir jedem Thailand/Asien-Touristen von einem solchen Ritt ab, da es in unseren Augen Tierquälerei ist und ebenso eine Schande. Ebenso eine Schande war übrigens das „Blue Restaurant“, was im starken negativen Kontrast, zu den sonst doch sehr guten, anderen Lokalen in Pai stand. Nicht nur, dass dort merkwürdigste Sachen auf der Karte gelistet waren, wie Pizza Como-Angola oder Filet Safari mit original Safarisoße (was auch immer das sein sollte), sondern auch amüsante Schreibfehler, die ein Cordon Bleu zu Gordon Blue machten und eher an Gin erinnerten. Nein, die eigentliche Frechheit war, dass die Salami auf meiner Pizza Como-Angola nach verfaulten Fisch schmeckte und ich nach dem Verzehr eines Stückes darum bat, etwas anderes zu erhalten. Dafür bekam ich die freundliche Auskunft, dass ich mir gerne nach Bezahlen der gesamten(!) Pizza, noch etwas anderes aussuchen könnte, wenn ich noch Lust hätte. Ich glaub es hackt, erst verfaultes Essen anbieten und dann noch nicht mal die Courage den Fehler wieder gutzumachen. Als ich dann bei der Rechnung erwähnte, dass ich nur mein Bier übernehmen werde, gab es natürlich ordentlichen Trouble. Nachdem sie wohl einsahen, dass es nur fair war, dass ich nicht zahlte, entschieden sie uns wegzuekeln und stellten einfach über unseren Tisch das Licht aus. Tja, Trinkgeld hatte sich damit verabschiedet und ebenfalls unsere Meinung, Thaiservice währe mies, er ist grauenhaft. Ein schönes Wochenende.  Sukhothai Eindruecke 1  Sukhothai Eindruecke 2  unser Versuch  Original im Lonley Planet  Steinelefanten  echte Elefanten  Cowboys!
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Nach der Erfahrung des Kobradorfes, wollten wir die vergangene Woche doch eher ruhiger gestalten. So ging es erst einmal in den nördlichsten Nordosten Thailands, nach Nong Khai direkt an der laotischen Grenze und was noch viel wichtiger ist, am beeindruckenden Mekong River. Dort angekommen ging für uns in ein niedliches Gästehaus, was schon einige Jahre auf dem Buckel hatte und doch seinen Charme versprühte. Ebenso wie unsere zuckersüße Bedienung, dessen Lächeln nicht zu widerstehen war. Der Ort an sich, ist sonst aber absolut hässlich und vor allem verdreckt. Abends spielt sich dort das gleiche Schauspiel wie in unzähligen anderen thailändischen Städten auch ab, die streunenden Hunde und die scheinbar erwachten Schabenarmeen machen die Straßen unsicher und irgendwie auch unheimlich. Trotzdem hat der Ort eine Sehenswürdigkeit, die es sogar in die Highlights des Lonley Planets geschafft hat, der Skulpturen Park. Erbaut vor über zwanzig Jahren, stellt er heute eine beeindruckende Sammlung buddhistischer Szenerien in zum Teil gigantischer Größe. Also nahmen wir uns ein Tuk-Tuk und begannen damit den Park zu erforschen. Dabei entdeckten wir unzählige Buddhas, von denen der Größte über 25 Meter hoch war und von einer mehrköpfigen Riesenschlange gekrönt war. Außerdem waren viele der kleineren Statuen für ein Schmunzeln gut, wie zum Beispiel zwei sich umarmende Skelette. Die lächerlichen 10 Baht Eintritt waren jedenfalls sehr richtig investiert worden. Allerdings machte uns die Hitze nach einer Stunde doch ziemlich zu schaffen, wodurch wir entschieden besser ins klimatisierte Zimmer zu flüchten. Doch direkt am Parkausgang waren diese großartigen Klamottenshops, wo alle Kleidungsstücke mit nur einem Euro zu Buche schlugen. Als ich mich genügend eingedeckt hatte, ging es dann endlich zurück. Am Abend waren wir dann wie gewöhnlich, essen, dazu muss jetzt allerdings mal etwas gesagt werden. So gut ja die thailändische Küche zum Teil sein mag, so grauenhaft ist dagegen der Service. Hier mal ein paar Beispiele: Wir bestellen zwei Colas und statt die beiden Flaschen auf unseren Tisch zu bewegen, werden sie auf dem Nachbartisch abgestellt und von einem Kellner, nach seinem Ermessen, nachgefüllt. Dabei wird allerdings nicht, wie wir dachten, so nachgefüllt, dass jeder eine Flasche bekommt, nein, dort wird einfach bei dem der zu erst sein Glas austrank, der Rest reingekippt und der andere bekommt überhaupt nichts! Oder dann gibt es Ober, die nicht nur penetrant zehn Minuten neben dem Tisch warten, bis man gewählt hat, sondern auch solche die sich überhaupt nichts merken, Getränke, Gläser, Teller und eigentliches Essen vertauschen und dann damit beginnen uns mit Kugelschreiberklicken in den Wahnsinn zu treiben. Nebenbei werden hier Hauptgerichte mitunter mit zwanzig Minuten Unterschied voneinander serviert, was jegliche Kommunikation am Tisch lahm legt, weil immer einer damit beschäftigt ist, sein entweder fast kaltes oder brühheißes Essen runter zu schlingen. Nebenbei hatten wir nun auch schon Berechnungsfehler und derartige Späße, wodurch das dinieren zur wirklichen Qual wird, denn wenn man schon zwanzig Minuten gebraucht hat, um dem Taxifahrer zu erklären wo man hin will, hat man in der Regel wenig Lust, dass gleiche Prozedere noch mal bei falschen Rechnungen durchzuführen. Sei’s drum, andere Länder, andere Sitten… als nächstes stand auf unserer to-do Liste nämlich noch eine Fahrt auf dem größtem südostasiatischen Fluss, dem Mekong. Wir machten dann eine einstündige Sonnenuntergangstour, die romantischer nicht hätte sein können. Der Mekong ist zwar dreckig, dafür wurden wir aber mit traumhaften Bildern belohnt und der Gewissheit mindestens dreißig Sekunden in Laos gewesen zu sein, beim wenden des Kahns. Dabei verabredeten wir uns mit drei Kanadierinnen für den Abend, die Matthi mit dem entwaffnenden Satz ansprach: „Qu’est-que vous voudrais faire aujourd’hui?“ Statt einen netten Abend zu haben, gingen die drei allerdings um zehn ins Bett, was uns allerdings nicht stören sollte, hatten wir doch schon lange, mit einer Schweizerin und ihrer bezauberten Tochter ein Gespräch begonnen. Da die Kleine aber erst fünf war, mussten die beiden auch irgendwann weg und so kam es das wir Charles trafen. Charles ist gebürtiger Ami, wohnt aber schon ewig in Thailand. Mit ihm diskutierten wir nicht nur über Günter Grass Geständnis zur Waffen SS, sondern auch über die Installation des jüdischen Staates und was man sonst noch so erzählt, wenn man zuviel Mekong getrunken hat (der Whisky, nicht das jemand denkt, wir hätten uns am Fluss vergangen). Irgendwann bot uns Charles an, dass wir in seinem Gästehaus in Chiang Mai übernachten könnten und da wir dort eh noch hinwollen, freuen wir uns bereits auf ein Wiedersehen mit unserem knapp siebzig Jährigen Freund (Schätzung). Den nächsten Tag verbrachten wir ebenfalls noch in Non Khai und konnten sogar ein paar junge Elefanten ausmachen, die durch die Gassen liefen. Danach ging es per Bus zurück nach Khon Kaen, wo wir erfuhren, dass unser Bus weiter ins nächste Ziel, erst gegen Acht Uhr Abends kam. Suboptimal, denn so mussten wir noch eine komplette Nacht in einem Hotel bezahlen, obwohl wir bereits um 19:00 Uhr auscheckten, es gibt hier nämlich neben dem Vollpreis, nur den für uns weniger nützlichen Bum-Bum Tarif, bei dem man ein Zimmer für zwei Stunden haben kann, für was auch immer. Danach standen dann sieben Stunden Busfahrt auf dem Programm. Da thailändische Busse in der Regel keinen freien Platz mehr haben und man die Sitze unendlich nach hinten klappen kann, war die Fahrt weniger komfortabel. Allerdings bekam man ein kleines Lunchpaket, mit einer Minitüte Chips, einer Flasche Wasser und ekelhaften Pappwaffeln, Nettowert: drei bis vier Groschen. In Sukhothai, der ersten Hauptstadt des Königreichs, kamen wir dann zirka 2:30 in der Nacht an. Allerdings nächtigen wir hier in einem wunderschönen Bungalow, inklusive Kabelfernsehen, sodass wir heute Morgen doch tatsächlich Fashion-TV gucken konnten. Zumindest ist es besser abgemagerten Osteuropäerinnen beim stolzieren zuzugucken, als sich einen der unzähligen thailändischen Musiksender rein zu ziehen, wo zwecks Karaoke auch noch Text mitläuft. Diese „Form“ von Musik, wird jedenfalls unser Aoke niemals anregen. Grundsätzlich werden wir morgen den historischen Park der Stadt besichtigen, eine riesige Tempelanlage. Mal sehen ob es sich mit Angkor messen kann und ansonsten, wünscht uns noch zwei fantastische Wochen, bevor wir wieder unter euch weilen!  Schild der anderen Sorte  Skulpturen  Schlangenbuddha  Skelette  Mekong  die kleine Anna aus dem Schwitzerländle  Charles!
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Diese Woche haben wir uns wieder mit der Natur befasst liebe Leser, wir haben die größte Giftschlange der Welt boxen gesehen und die Gefahren des Dschungels kennen gelernt, aber lest selbst. Erst einmal mussten wir jedoch per Zug in die Wildnis gelangen. Dritte Klasse, was weniger Schweine und Schafe, sondern eher keine Klimaanlage im Abteil heißt, aber trotzdem sehr komfortabel ist. Dadurch das alle Fenster und Türen offen bleiben können, denn unser „Schnellzug“ schaffte es gerade mal auf gefühlte 50 km/h, hatte man eine ständige Luftzirkulation und damit auch keine Schweißausbrüche. Nach fünf Stunden Fahrt für knapp 200 Kilometer erreichten wir dann Pak Chong, Ausgangsort des Khao Yai National Parks. Jener ist der größte thailändische Nationalpark und wie es heißt auch der imposanteste. Zu erst musste aber eine Unterkunft her und so mieteten wir uns im Greenleaf Gasthaus ein, was erstens durch seine unschlagbar preiswerten Zimmer und durch seine spektakulären Touren durch den Park punktete. So buchten wir auch gleich eine Ganztagestour für den nächsten Morgen und als wir wissen wollten ob wir auch garantiert Schlangen sehen werden, zeigte uns der Besitzer gleich die erste hochgiftige Baumviper gegenüber unseres Zimmers, zur absoluten Vorfreudesteigerung. Abends trafen wir schon wieder ein Pärchen Amerikaner, die ebenfalls die Tour gebucht hatten und quasselten über Gott und die Welt. Später kam die Tour des heutigen Tages zurück, dessen auch ein Deutscher angehörte und so kam es wenig später zum Fußballkracher Thailand gegen Deutschland, drei gegen drei, Barfuss auf Beton. Zumindest war jener auf einer Seite des Feldes, denn die andere war bedeckt von ekelhaftem Schotter, was den Thais mit ihrer enormen Hornhautschicht scheinbar nichts ausmachte. Nachdem es Null zu Zwei stand und Matthi schon die erste Blutblase hatte, wollten wir das nicht auf uns sitzen lassen und so gaben wir noch mal ordentlich Gas, was zum ergreifenden Endstand von Sechs zu Fünf für Deutschland führte. Schweißnass, invalide und völlig erschöpft vielen wir in unser Bett um kurz vor Sieben wieder auf den Beinen zu sein. Unserer Tour gehörten letztendlich sieben Mann an, vier Touristen auf die drei Guides kamen, na wenn das mal kein Luxus ist. Nachdem wir den Park erreicht hatten, fuhren wir erstmal in Schrittgeschwindigkeit umher und hielten alle paar Meter an. Unsere Guides horchten, schauten und winkten ab, dass war das Schema der ersten halben Stunde, was uns schon etwas nervös machte. Nachdem nicht viel neben der Straße auszumachen war, ging es also in den Urwald. Drei Stunden Wanderung quer durchs Gestrüpp, aber sie waren fantastisch. Wir sahen eine alte Bekannte wieder, nämlich die hässliche Riesenspinne aus Australien (ihr erinnert euch?) und auch eine weitere kleine Schlange. Wir konnten Flughörnchen beobachten wie sie zwischen den gigantischen Bäumen umher sprangen, doch die eigentlichen Highlights saßen überhaupt erst in den Wipfeln jener. Dort wären einerseits wunderbar putzige Gibbons, welche zwischen den Ästen umherhangelten und die riesigen Hornbills. Wir kennen leider den deutschen Namen nicht, aber stellt euch den Fruit Loops Vogel vor und zwar in gigantisch. Einer unserer Guides hatte eine Art Teleskop dabei und so konnten wir alle Tiere ausgiebig beobachten und dadurch auch fotografieren, was sonst unmöglich gewesen wäre, da die Bäume locker fünfzig Meter hoch waren. Abgeschlossen wurde die Wanderung durch das Luch in einem der Tierbeobachtungstürme, wo wir wohl oder übel Tofu genießen durften. Danach fuhren wir zu einem Wasserfall, wo kaum angekommen, auch schon wieder Parole zum Abflug gegeben wurde, jemand hatte Elefanten ausgemacht im Park. Zwei Minuten später konnten wir dann auch einem der Dickhäuter beim trinken an einem Wasserloch beobachten, ehe er wenig später wieder im Dschungel verschwand, allerdings noch lange zu hören war. Dann konnten wir endlich am Wasserfall relaxen, in dem auch viele Besucher badeten. Wir ersparten uns das nass werden, denn wir hatten noch einige Stunden vor uns. Als nächstes ging es auf weitere Elefantensuche, denn am Vortag waren knapp zwanzig die Straße lang spaziert. Diesmal blieben sie leider im Dschungel, aber das störte uns persönlich weniger, denn wir sahen zum ersten Mal Skorpione! Handgroße, grünlich schimmernde Exemplare, die unser Guide auch brav in aggressive Photohaltung brachte, ehe er sie auf seinem Arm krabbeln ließ. Danach ging es nach knapp zwölf Stunden auf die Heimfahrt zurück zum Gasthaus. Abends lernten wir noch Engländer kennen, denen wir freundlicherweise ihre Photos auf Cd brannten. Als Revanchierungsversuch kamen die dann allerdings mit Haufenweiße Thaiwhiskey zurück und so wurde der Abend länger und länger. Das führte dazu, dass wir es am nächsten Tag auch nur bis nach Nakhon Ratchasima schafften, um uns dort zu erholen. Dafür fuhren wir am nächsten Tag wieder völlig vital nach Khon Kaen und fanden dort ein wahrlich großartiges (und billiges) Hotel, aus dem euch auch diese Zeilen erreichen. Dort entschieden wir uns dafür, einen Abstecher ins selbsternannte Kobradorf zu machen. Das setzten wir am nächsten Tag dann auch in die Tat um. In einem nicht klimatisierten Bus, mit völlig bescheuerten Sitzen, der dazu noch völlig überfüllt war, war die einstündige Hinfahrt doch eher abschreckend. Danach ging es per Tuk-Tuk ins Dorf. Dort war eine etwas ramponierte Bühne mit Kunstrasen aufgebaut, wo darunter schon die erste Boa Constriktor lungerte, aber um die ging es nicht. Hinter der Bühne waren in winzigen Käfigen Affen, Bären und vor allem Königskobras eingelagert, die Stars der Show. So nahmen wir auf einer Tribüne platz und warteten erst einmal ein wenig. Nach einiger Zeit begannen drei Mädels damit, einen sehr hässlichen, dazu völlig unsynchronen Tanz abzuliefern. Nach einiger Zeit bekam dann allerdings jede eine Kobra um den Hals, doch auch das haute uns nicht aus den Socken. Erst das folgende Snake-Boxing machte den Besuch halbwegs lohnend. Dabei probieren irgendwelche Verrückten, die zum Teil keine zehn Jahre alt waren, gegen die riesigen Königskobras zu boxen. Die Menschen dürfen auf den Kopf und gegen den Hals boxen oder auch am Schwanz ziehen, die bis zu fünf Meter langen Bestien dürfen dagegen nur beißen. Dabei wissen wir nicht ob diese noch Giftzähne besaßen, jedenfalls hatten manche beschnittene Schwänze oder ausgestochene Augen. Highlights waren sicherlich der Kampf von einem gegen zwei(!!) Speikobras, oder der eine Freak der eine der Schlangen küssen wollte. Gebissen wurde glaube ich nur in einen Schuh eines Jungen, ansonsten blieben alle unverletzt. Wir spendeten ein paar Baht, aber als man dann mit den Viechern herumlief, um sie um Hälse zu hängen, verschwanden wir besser. Dieses Dorf ist jedenfalls eine sehr abenteuerliche Erfahrung und wie wir finden auch ziemliche Tierquälerei, irgendwie war es trotzdem amüsant. Nach der entspannten Rückfahrt, wollten wir noch chinesisch essen gehen, doch zu unserem Pech, war das empfohlene Hong-Kong-House schon geschlossen und so gingen wir im 5-Star Restaurant dinieren. Wir bestellten gebackene Ente und Knoblauchshrimps, leider war die Ente voller Knochen und vom Knoblauch keine Spur, als man uns dann noch Cola Light andrehen wollte, reichte es dann. Vergeben tun wir deshalb nur einen Stern und werden wohl wieder in billigere Lokale ausweichen. Mehr haben wir leider nicht geschafft, aber wir haben ja noch über drei Wochen auf unserem Trip, also bleibt uns treu!  Park Überblick  Gibbons  Hornbill  Elefant  Skorpion!  Kobra Boxen!
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Wir sind zurück aus dem Königreich Kambodscha und wieder in seinem thailändischen Nachbarn zugange. Trotzdem war die Erfahrung Kambodscha großartig, gerade wenn man bedenkt, dass dieses Land eigentlich immer noch schwer unter den Folgen der Kriege zu leiden hat. Wir jedenfalls buchten uns über unser Hotel, einen persönlichen Tuk-Tuk Fahrer, um endlich die Tempel von Angkor zu besichtigen. Wir hätten auch ein per Fahrrad alles erreichen können, aber bei diesen Temperaturen (inklusive Luftfeuchtigkeit) muss das nun wahrlich nicht sein. Der Eintritt für eine komplette Woche, betrug stolze 60 US-Dollar, dafür bekamen wir dann schnuckelige Plastikpässe mit persönlichem Foto, aber es lohnt sich sowieso. Zu aller Erst wollten wir natürlich zur „Mutter aller Tempel“ selbst, Angkor Wat, dass größte religiöse Gebäude der Welt. Umrandet durch einen gepflegten Wassergraben, imponierte schon der Eingangsbereich, dessen Brücke auf das erste Portal mündete. Von dort aus konnte man bereits die drei Haupttürme erkennen und wurde über eine Erhöhung mit Balustrade direkt zum Tempel geführt. Dieser wird von einer Mauer umrandet und bevor man ins Innere gelangt, muss man eine der extrem steilen Treppen nehmen. Da das Gebäude fast tausend Jahre alt ist und Jahrhunderte dem Dschungel überlassen, gibt es keine große Schätze, sondern einfach nur Gänge, Türme und kleinere Wats (religiöse Schreine). Der Komplex beeindruckt einfach nur durch Größe, Symmetrie und den Charme, den alle Tempel Angkors ausstrahlen, Indiana Jones! Nachdem wir genügend gestaunt hatten, ging es gleich weiter zum nächsten Highlight, der Tempelstadt Angkor Thom, die zu Höchstzeiten bis zu eine Million Menschen beherbergte. Dort machten wir zuerst am Bayon halt, der absolut merkwürdigste Tempel des Gebietes. Nicht nur, das er über unzählige Korridore, Treppen und Türme verfügt, nein, der Höhepunkt sind eindeutig, die 216, zum Teil gigantischen Fratzen an seinen gotischen Campanilen. Als nächstes begaben wir uns zum Baphuon, wessen Restauration durch den Bürgerkrieg leider unterbrochen wurde und bis heute nicht fertig ist. Trotzdem ist der pyramidenförmige Tempel sehenswert, auch wenn der äußere Bereich noch voll mit zu verbauenden Steinen ist. Danach schlenderten wir über die Elefantenterrasse, welchen ihre Namen durch die Skulpturen an ihren Eingangsbereichen erhielt, zum Phimeanakas. Dieser gehörte früher zum Königspalast, von dem heute nur noch zwei Sandstein Pools erhalten sind. Obwohl viele der Verzierungen verschwunden sind, liefen wir bis ins dritte Stockwerk und hatten eine fantastische Aussicht auf die umliegenden Gebäude. Danach wanderten wir durch ein kleines Waldstück und entdeckten einen wunderschönen, versteckten Tempel, Preah Palilay. Gerade durch seine eingestürzten Mauern, wirkte das Gebäude unglaublich atmosphärisch und geheimnisvoll. Danach waren wir nicht nur klatschnass, sondern auch völlig erschöpft und so ging es erst einmal zurück ins Hotel. Am nächsten Tag hatten wir allerdings wieder ein straffes Programm, denn zu aller Erst, wollten wir den feinsten Tempel Angkors sehen und der war vierzig Kilometer vom Hauptportal weg. So fuhren wir auf unserer Motorradkutsche durch viele kleine Dörfer und konnten die Armut nicht übersehen. Nicht nur das unzählige Kinder, Wasser, T-Shirts oder Postkarten verkaufen, einfach alle Leute leben am Existenzminimum. Den Tempel den wir sehen wollten, hieß Banteay Srei und gilt als Juwel der Angkorepoche. Der Hindutempel ist der Göttin Shiva gewidmet und versteckt einige der besten Steinschnitzereien des Planeten. Teile dieser dreidimensionalen Kunstwerke wollte sogar mal der spätere französische Kulturminister unter de Gaulle stibitzen. Jedenfalls war der Komplex, obwohl einer der kleinsten der Region, absolut eine Augenweide und die lange Anfahrt hatte sich gelohnt. Auf dem Rückweg hielten wir noch am Pre Rup, dessen luftiger Tempelberg uns Zeit zum verschnaufen gab. Denn danach ging es in den Banteay Kdei, dessen Gelände sich über 700 Meter erschreckt. Der Tempel wurde bei seiner Erbauung nicht beendet, was allerdings auch nicht schlimm ist, denn verlaufen konnte man sich so oder so schon genug. Danach genossen wir noch die fantastische Aussicht über den Sra Srang Bassin, ehe es zurück nach Siem Reap ging. Am Abend waren wir wie immer, in einem der unzähligen Restaurants essen, bevor es danach noch in einen Club ging, wo man bei Whisky-Cola Eimern bestens Leute aus aller Welt kennen lernte. Den nächsten Tag hatten wir uns eh frei genommen, was aber so oder so nötig war, denn ich hatte mir eine ganz schlimme Reisediarrhöe eingehandelt, die mich in weniger lustigen dreißig Minuten Abständen aufs Klo zwang. Das Ganze hielt sich auch hartnäckig die nächsten Tage und so fielen erstmal alle Exkursionen flach. Nach drei Tagen fühlte ich mich dann wieder einigermaßen fit, um wenigstens noch den Rest von Angkor zu besichtigten. Der bestand zuerst aus dem Tempel Ta Phrom, dessen Gelände fast vollständig vom Dschungel zurückerlangt wurde. Dort steht kaum noch ein Stein gerade und viel ist auch schon aus Sicherheitsgründen gesperrt, trotzdem sind die Bäume, dessen Wurzeln tief in die Mauern hinein ranken unglaublich. Weltberühmt davon ist der Tomb Raider Baum, an dem Angelina Jolie im gleichnamigen Film, noch eine Jasminblüte pflückt bevor sie ins Nichts springt. Jedenfalls repräsentiert der Tempel alles, wie man sich einen uralten, mitten im Dschungel gebauten Tempel vorstellt… phänomenal. Daraufhin machten wir noch Stopp am letzten großen Tempel der uns noch fehlte, Preah Khan. Auch dieser enttäuschte keineswegs, denn er ist immerhin einer der größten überhaupt, trotzdem hatten wir uns langsam satt gesehen und so widmeten wir dem Gebäude eher wenig Aufmerksamkeit. Trotzdem ist das gesamte Gebiet der früheren Könige Angkors, eine der spektakulärsten Tempelanlagen dieser Welt, vergleichbar wohl nur mit Machu Pichu oder Taj Mahal. Trotz dieses unglaublichen Kulturschatzes, geht es der Bevölkerung nicht gut. Die Folgen des Krieges sind verheerend, man sieht unzählige Krüppel, welche Opfer von Landminen geworden sind, die nichts mehr anderes können als betteln. Es sterben immer noch dreißig Leute pro Monat an den Folgen der Minen, in einem Land in dem seit knapp zehn Jahren eigentlich Frieden herrscht. Außerdem liegt die komplette Infrastruktur brach – was hier Highways sind, sind bei uns mit Mühe und Not noch Feldwege. Das konnten wir besonders gut auf unserer Rückfahrt miterleben, 150 Kilometer bis zur thailändischen Grenze mitten in den Bergen. Nicht nur das unser Fahrer nicht besser Formel-1 Fahrer geworden wäre und mindestens zwei Trilliarden mal die Hupe betätigte, nein, diese nicht vorhandenen Verkehrsregeln, die ständige Agonie, wenn man aus dem Fenster schaute und die riesigen Schlaglöcher und Huckel, die unser Fahrer beständig mit 80 Sachen nahm, dass war es, was uns zu schaffen machte. Jedenfalls empfehlen wir jedem vernünftigen Menschen, Kambodscha nicht per Auto zu bereisen! Irgendwie kamen wir trotzdem an, doch der Horror ging weiter, diesmal allerdings auf thailändischer Seite, denn unser Minibus, konzipiert für vielleicht fünfzehn Leute, war zu Höchstzeiten mit über zwanzig Personen voll gestopft, was den Reisekomfort erheblich minderte. Nun sind wir in Surin, wo mir morgen per Zug den Nordosten des Landes erkunden werden, haltet die Ohren steif!  Angkor Wat  Fratze  Bayon  Indy-feeling pur!  Verzierungen  Brrrrr! Ruhig mein fliegender Löwe *rolleyes*  Tomb Raider Baum  Wurzeln  Tempelerkundungen
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Unsere Woche begann wo sie aufgehört hatte, im Herzen Bangkoks. Aus Tradition ging es für uns als nächstes in den ansässigen Zoo, den Dusit Zoo. Der war früher königlicher Garten und ist nun eine Mischung aus Parkgelände und Tierpark. Jedenfalls kreuchte und fleuchte es in allen Ecken, wir sahen Nilpferde, Elefanten und auch ein paar Anakondas. Der Park überzeugte aber vor allem dadurch, dass die Tiere keine wunderschönen Gehege hatten, wie in Europa, sondern zusammen gepfercht, recht nah für den Besucher zu begutachten waren. So sah man auch mal zwanzig Alligatoren in einer Umzäunung, oder einen Uran-Tang zum greifen nah. Das ist vielleicht nicht das Beste für die Tiere, aber sicherlich für die Besucher. Außerdem liefen relativ große Schildkröten frei durch den Park, mit denen man ulkige Photos machen konnte. Das eigentliche Highlight war aber der See, der sich durch das Gelände zog, denn dieser war mit riesigen Echsen bevölkert, die wir erst für Krokodile hielten. Bestimmt drei Meter lang waren die Größten dieser Viecher und außerdem war sonst das ganze Wasser von, zum Teil monströsen Fischen bevölkert. Leider war die Leihe der Tretboote schon geschlossen und so konnten wir keine romantische Fahrt mit den Minigodzillas mehr machen. Eigentlich wollten wir ja auch das Wohngelände des Königs besichtigten, aber das war wie sich rausstellte, komplett bewacht und nicht für Besucher geöffnet, schade. Dafür liefen wir noch einmal um das Gebiet des Parunsakkawan Palastes, welcher durch seine europäische Architektur sofort zu gefallen wusste. Am Abend trafen wir die Amerikaner von vor ein paar Tagen in einem Irisch Pub wieder, dessen Livemusik viele Leute anlockte. So machten wir außerdem mit ein paar Thais und Schweden Bekanntschaft. Jedenfalls zogen wir dann durch die Bars und Clubs und genossen ein weiteres Mal Bangkoks fantastisches Nachtleben. Als nächstes buchten wir dann unseren Flug ins kommende Reiseziel, Kambodscha. Da wir bereits alle für uns interessanten Sehenswürdigkeiten abgeklappert hatten, hieß es also nur noch warten und den Vibe der City genießen. Das hieß für uns in etwa so viel: rumhängen und ab und zu mal einen Straßenhändler aufsuchen um nicht zu verhungern. Ich war zwischendurch allerdings auch noch das Königsgelände besichtigen (nachträglich), welches auf der einen Seite beeindruckend, auf der anderen aber nur kitschig und überladen daherkommt. So gibt es Tempel, Paläste und Schreine en masse, aber nur drei Gebäude sind überhaupt begehbar, was das Ganze etwas schmälert. Außerdem blicken die schwer bewaffneten Kindersoldaten doch mehr als obskur drein. Das Highlight des Geländes ist jedenfalls ein Smaragdbuddha, der eigentlich aus Jade besteht. Der ist allerdings nur 35 Zentimeter hoch, weshalb mich auch eine etwas verwunderte Australierin fragte, ob das Ding überhaupt da wäre. Daneben glänzen außerdem die Empfangshalle des Königs für Staatsbesuche und die vielen Steinfiguren. Alles in allem war es seinen Eintritt aber wert, auch wenn es unsere Erwartungen nicht ganz erfüllte. Danach trafen wir am Abend Andy und Markus wieder, die wir in Ko Tao kennen gelernt hatten. Beim austauschen von unseren bisherigen Erfahrungen, wurde es dann auch ganz schön spät, was das zeitige Aufstehen am nächsten Morgen nicht gerade vereinfachte. Wir hatten nämlich unseren Flieger zu kriegen und fuhren kurz nach Acht Uhr mit dem Taxi zum brandneuen Internationalem Flughafen Bangkoks. Der ist zwar riesig, dafür aber trotzdem übersichtlich, obwohl wir uns zwischenzeitlich fürs Frühstück in die Skylounge verirrten, dessen Preisliste uns ganz schnell verschwinden ließ. Nachdem wir noch ein paar US-Dollar getauscht hatten, ging es dann auch schon zum einchecken, wo wir noch nicht einmal aufrauchen durften… obwohl der Bus noch mindestens zehn Minuten sich nicht vom Fleck bewegte. Unser Flugzeug war dann ziemlich gemütlich, mit gerade Achtzig Plätzen und sogar zwei Propellern an den Triebwerken und trotz der geringen Reisezeit (1:15 Stunden), bekamen wir sogar ein ordentliches Essen serviert. Das erste was wir dann in Kambodscha zu tun hatten, waren die drei identischen Einreisekarten auszufüllen um ein Visum zu ergattern. Das kostete zwanzig Dollar, oder wahlweise auch zweiundzwanzig wenn man kein Photo dabei hatte, nicht Herr Dobrick. Alles in allem zwar Abzocke, aber unkompliziert. Nach unserem traditionellen Flughafenbier, ging’s per Taxi in die Stadt. Dessen Fahrer wirkte zwar erst nett und wollte uns sogar Graß verkaufen, aber seinen eigentlichen Job, uns zu unserem Hotel zu fahren, begriff er wahrlich nicht. Erst, fuhr er uns statt zu unserem Royal Hotel, zum Royal Crown. Danach behauptete es gäbe kein Royal Hotel und wollte uns eins seiner Hotels aufzwingen und als ich ihm den Weg leiten wollte, verstand er plötzlich kein Englisch mehr. Also per Fuß weiter und welch’ Wunder, ohne Problem fanden wir unsere Unterkunft und wurden von ihr nicht enttäuscht. Wir hatten sogar Pay-TV und einen persönlich Tuk-Tuk Fahrer für Angkor. Ach so, wir befinden uns jetzt in Siem Reap, 750.000 Einwohner und trotzdem sehr entspannter, perfekter Ausgangspunkt für die Tempel von Angkor. Die Innenstadt erinnert eher an eine Kleinstadt und die vielen süßen Restaurants im Kolonialstil sind einfach traumhaft, der Fluss ist zwar Asientypisch komplett braun, aber ein paar Kinder baden trotzdem darin. Ansonsten fällt Kambodscha bisher durch nerviges Betteln (Kleinkinder, die sich um dein Bein schlingen) und das völlige Nichtvorhandensein von Verkehrsregeln auf (hier nehmen an einer Ampel die gegenüberlegenden Autos einfach beide Spuren ein und fahren dann bei Grün in der Mitte durch den anderen Verkehr). Nachdem ich mir grad noch eine Reflexmassage gegönnt habe, gucken wir nun gemütlich Champions League und werden Morgen damit beginnen uns von der spirituellen Schönheit des Weltkulturerbes Angkor Wat’s blenden zu lassen.  Schildkroetenspass!  Monster  Palast  Tauben  Plundersoldaten
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Diesmal kommt der Reisebericht frisch aus einer der größten Städte der Welt, ergo wir haben Bangkok erreicht. Doch bevor wir ins Detail mit diesem elektrisierendem Verkehrschaos gehen, erst einmal die Hinfahrt dorthin. Zuvor waren wir nämlich noch in der Kleinstadt Phetchaburi. Dorthin gelangten wir mal wieder per Bus, wie immer relativ komfortabel und entspannend. Da die thailändische Bevölkerung vier- bis fünf Mahlzeiten am Tag verschlingt, machte auch der Busfahrer einen obligatorischen Abstecher in einen Fresstempel. Dort lernte Matthi, dass es tatsächlich auch zu scharfe Gerichte für seine Zunge gibt und dass es nicht besser wird, wenn man sich überall Lkw-Ladungen Chilipulver übers Essen kippt. Jedenfalls erreichten wir Phetchaburi bei Dämmerungsbeginn und monsunartigem Regen, was uns jede Lust am Feilschen raubte und wir gleich ins erstbeste Tuk-Tuk sprangen. Tuk-Tuk’s sind motorisierte, dreirädrige Luftverschmutzer, deren Hauptziel darin besteht, Besucher in völlig falsche Richtungen zu fahren um sie dort vor Shops abzusetzen, bei denen die Fahrer Benzincoupons abfangen können. Der ganze Spaß blieb uns dort zum Glück erspart und wir landeten an unserem Hotel. Dessen billige Zimmer, zwar spärlich möbliert, dafür aber mit einer Attraktion der anderen Art aufwarten konnten. Affen, überall Affen, aber dazu später. Nach den Reisestrapazen fielen wir relativ schnell ins Reich der Träume, zumindest wenn man den Radau der Äffchen ignorieren konnte. Am nächsten Tag bestiegen wir dann den Stadtberg, naja, eher fuhren wir mit einer Seilbahn hinauf. Oben gab es dann nicht nur fantastische Aussichten auf die Stadt und dessen Umland, sondern auch noch viel zu sehen. Mehrere beeindruckende Tempelanlagen, die durch Gärten verbunden waren. Besonders imposant war die „große Trompete“, dessen auffällige Architektur uns bereits am Vorabend von unten bemerkt worden war. Das einzig nervige waren allerdings auch dort die Affen, die unabdingbar probierten meine Pepsiflasche zu stibitzen und das auch noch in unfassbarer Dreistigkeit. Dafür waren die Kleinen im Brunnen einfach putzig, siehe Photo. Wieder am Erdboden, ging es gleich weiter in eine der religiösen Höhlen. Das sind unterirdische Grotten, welche mit Buddhafiguren und unglaublich hässlichen Kitsch voll gepackt sind. Wir spendeten trotzdem ein paar Baht und durften gleich mit einem Mönch eine weitere Halle besichtigen, dort wurden wir ausgewählt Goldplättchen auf eine Statue zu kleben und Räucherstäbchen zu entzünden, unfassbar. Nach dieser skurrilen Erfahrung liefen wir zurück ins Zentrum, um den Nachmittag im Stadtpark ausklingen zu lassen. Dort erblickten wir doch tatsächlich schon wieder eine kleine Schlange, die allerdings scheinbar schon von uns gehört hatte und sich in einen Busch verzog. Abends wollten wir dann noch eine DVD ausleihen, aber da wirklich der Großteil der Bevölkerung keinen Brocken Englisch spricht, gestaltete sich das ziemlich problematisch. Nach der dritten freundlichen Auskunft, wir dürften die DVD nicht kaufen, was wir nie gesagt hatten, gingen wir dann doch besser aufs Zimmer. Dort gab es eh viel bessere Unterhaltung, denn wie gesagt, es waren ja überall Affen. Also ließen wir mal das Fenster offen (welches noch ein Gitter davor hatte) und ließen uns auf dem Bett nieder. Schon bald kam der erste Affe und probierte neugierig den Vorgang aus der Halterung zu zerren. Als das scheinbar die Runde machte, kamen mehrere der putzigen Viecher und probierten nicht nur am Vorhang zu rütteln, sondern Dinge aus dem Zimmer zu klauen. Gleichzeitig waren maximal drei Affen im Zimmer, die an der Gardine rumhangelten oder die Seifestückchen des Hotels entführten. Ein riesen Spaß, den wir allerdings nur vernünftig per Video festgehalten haben. Nachdem es Matthi zu bunt wurde, als einer der Affen fast unsere Durchfallmedizin entführt hatte, wurden die Halunken wieder nach draußen gejagt, wo sie dem Geräuschpegel nach, mit Steinen auf das Wellblechvordach warfen. Das war dann selbst uns zuviel und wir flüchteten mit dem Bus nach Bangkok. Da wir etwas südlich der Innenstadt ankamen, nahmen wir uns Taximeter Taxi, welche einfach unfassbar günstig sind, dreißig Minuten Fahrt mussten mit immerhin stolzen 1,50 Euro entlohnt werden. Abgesetzt wurden wir an der Khao Sarn Road, der Backpackerstraße Bangkoks schlechthin. Hier gibt es Hotel an Hotel und außerdem unzählige Plunderbuden, Internetcafes oder Straßenstände. Trotz des Gepäcks entschieden wir uns dazu, mehrere Hotels zu vergleichen und fanden am Ende ein Zimmer mit heißer Dusche, Klimaanlage und gemäßigten Lärmgeräuschen für 11 Euro die Nacht. Danach ging es ins Nachtleben, wo wir bei einem Italiener landeten und am Ende mit zwei Münchenern über unser nächstes Reiseziel Kambodia palaverten. Auf dem Rückweg ins Hotel fielen uns außerdem die vielen Straßenbars auf, die mit dem einladenden Slogan warben: We don’t check ID-card. Dafür nerven einen am laufenden Band irgendwelche Händler, die einem Elektroschockfeuerzeuge oder Holzschnitzereien mit Froschgeräuschen verkaufen wollen, obendrein verkaufen hier sechs jährige Kinder um drei Uhr Nachts noch Rosen und Nutten gibt es sowieso. Alles in allem eine einmalige Gegend. Am nächsten Tag begannen wir dann mit dem Sightseeing, irrten aber erst einmal zwei Stunden durch die Gassen, da unser Stadtplan nur etwa fünf eingezeichnete Straßen hatte. Dabei kauften wir zwar einen Lonley Planet von Kambodia, aber auch der half uns nur begrenzt weiter. Irgendwann wurde es uns dann zu blöd und wir fuhren per Taxi zu unserem ersten „unauffindbaren“ Ziel, einem goldenen 35m-Buddha. Sehr beeindruckend, auch wenn vieles der thailändischen Verzierungskunst unglaublich kitschig daherkommt. Danach begaben wir uns zu einem goldenen Reiter, dessen eigentliches Highlight das dahinter liegende Gebäude war. Denn von dessen Dach hatte man eine geniale 360°-Sicht auf diese gigantische Metropole. In alle vier Himmelsrichtungen war bis zum Horizont alles verbaut, allerdings relativ niedrig, denn die Hochhäuser erheben sich fast nur am Rand der Stadt zu einem riesigen Buinessdistrikt, dessen Smogglocke unübersehbar war. Als Abschluss des Tages besichtigten wir das Demokratiemonument im Art Deco Stil, was durch einen achtspurigen Kreisverkehr umrandet war. Wie Anfangs erwähnt ist der Verkehr einfach nur ein riesiges Chaos, da die Regierung viel zu spät Entlastungen wie den neuen Skytrain installiert hat. Außerdem fahren die unzähligen Motorroller-, Tuk-Tuk- und Taxifahrer einfach wie besengte Säue, Zebrastreifen oder Ampeln werden normalerweise ignoriert. Den Abend verbrachten Matthi und Ich getrennt, da er bereits auf unserem Zimmer war, als ich ein paar Ami-Mädels kennen lernte und ihnen mit ein paar Schotten zeigte, dass man Whiskey nicht panscht. Das kostete allerdings etwas Tribut am nächsten Morgen, denn Matthi musste allein den königlichen Distrikt erkunden, da mit mir eher wenig anzufangen war. Das macht allerdings nicht so viel, denn ich werd mir das Gelände in den nächsten Tagen auch noch anschauen und gleich mit langer Hose dort antanzen. Matthi durfte nämlich seine Shorts gegen eine viel zu große Leggins tauschen, in mintgrün. Wieder mit voller Energie und Elan ging es dann am nächsten Tag auf den Siam Square, Shopping-Mekka der Superlative. Wir hatten bereits nach einem Einkaufszentrum genug und das hatte gerade mal neun Stockwerke. Allerdings wurden wir in den unzähligen kleinen Geschäften auch fündig, Matthi kaufte sich zwei Poloshirts in Ferkelrosa und Pfeilgiftfroschgrün, außerdem ein pinkes Hemd. Ich bekam einen neuen Handyakku (und jetzt geht es auch wieder an, juchu!) und eine weinrote Strickjacke. Natürlich haben wir auch ein paar Souvenirs bekommen, wir müssen nur noch entscheiden wer den großen Holzpenis bekommen wird. Wie auch immer, heute haben wir das Wat Arun besichtigt, einen wirklich wunderschönen Tempel, dessen extrem detaillierte Gestaltung zu gefallen wusste. Danach wollten wir eigentlich ins Museum für forensische Medizin, verliefen uns aber in dem riesigen Krankenhauskomplex. Ohne das Museum zu finden, rasselten wir in den Pathologiebereich und sahen auf einmal frische Leichen vor uns liegen, dessen deformierte Körper auf nichts Gutes schließen ließen. Ziemlicher Schock, da es gerade für mich auch meine erste „echte“ Leiche war, aber Photos machten wir trotzdem. Irgendein Arzt verscheuchte uns dann und wies uns den Weg zum wirklichen Museum, das mit seinen Bildern von Tsunamiopfern, Autounfällen oder Säuglingskrankheiten, allerdings nicht viel besser war. Interessant war es auf alle Fälle, aber das die Leichen einfach auf den Fluren herumstehen, war für uns bis dato unvorstellbar. Jedenfalls verbringen wir jetzt noch ein paar Tage in dieser tollen Stadt und werden dann nach Kambodia weiter ziehen, ach, haltet euch besser von Krankenhäuser fern (außer die dazu gezwungen wurden, gute Besserung mein Schneckchen)!  Trompete  Aeffchen  Unsere Strasse  riesen Buddha  Blick ueber Bangkok  Demokratiemonument  Palast  Spidy!  Leichen...
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Wir sind zurück auf thailändischem Festland. Letzte Woche waren wir ja noch auf Ko Samui, aber nachdem die Fußballspiele entschieden waren und der Rest der Insel nicht wirklich zu gefallen wusste, ging es also per Katamaran nach Ko Tao. Nach zwei Stunden entspannter Fahrt, erreichten wir dann den Pier der kleinsten der drei Inseln des Thailändischen Golfes. Der erste Eindruck der Insel war noch nicht sonderlich beeindruckend, da die Insel doch unter großen Müllproblemen leidet. Nachdem wir uns erst über die abnormalen Taxipreise echauffiert hatten, wurde allerdings schnell klar, dass diese gerechtfertigt waren. Da wir an eine eher abgelegene Bucht wollten, ging es also quer über die Insel, per Allradjeep. Die Straßenverhältnisse sind allerdings absolut miserabel, fast nichts ist asphaltiert, riesige Höhenunterschiede und vom Wasser ausgespülte Spurrillen. Nach einer halben Stunde Fahrt für die vier Kilometer, war das aber alles nebensächlich, denn die Bucht war unglaublich! Strahlendblaues Wasser, umrandet von feinem Sand und im Hintergrund unzählige Palmen und viele Felsen. Malerisch ist untertrieben und so machten wir uns schnell daran einen Bungalow zu organisieren, der dazu noch eine bemerkenswerte Aussicht hatte. Bestückt mit einem Bett, Ventilator, Mückennetz und einer kleinen kalten Dusche, waren wir glücklicher denn je. Aber neben seinem fantastischen Aussehen, hatte der Strand einen weiteren Vorteil: Schnorcheln und Tauchen. Nach bereits fünfzehn Metern stößt man auf die ersten Korallen und wenn man nicht bei Einbruch der Flut ins Wasser geht, wie wir es am ersten Tag taten, hat man auch sehr gute Sicht und viel Spaß. Wir waren dann auch jeden Tag mindestens einmal schnorcheln und entdeckten unzählige Fisch- und Korallenarten. Diniert wurde im Resorteigenem Restaurant, was unzählige Variationen der Thaiküche anbot und ein schöner Ort für die Abende war. Die waren ebenfalls sehr amüsant, weil die ganze Bucht von Deutschen in Beschlag genommen war. Hauptsächlich verbrachten wir die Abende aber mit dem guten Mekongwhiskey und der jüngeren Generation, von denen einer sogar gerade seinen Doktor in Physik bekommen hatte. Ach ja und ein paar Tierchen gab es auch mal wieder. Da wären zum einen Geckos in allen Größen, die zum Teil ziemlich laut vor sich rumkrakelten, allerdings trotzdem willkommene Gäste im Bungalow waren, weil sie die ganzen Insekten vertilgten. Schlangen wiederum waren eher uneingeladen und mussten daher mit gezieltem Schlag hinter den Kopf ins Jenseits befördert werden. Allerdings verirrte sich auch nur eine in den Bungalow. Eine andere dafür fing Matthi auf der Toilette des Restaurants mit zwei Schöpfkellen, zum Spaß aller Zuschauer. Insgesamt waren es dann drei in vier Tagen, aber allesamt ungefährlich und vielleicht vierzig Zentimeter lang. Außerdem gab es Riffhaie, allerdings nur in der Nachbarbucht. Trotzdem sind wir zweimal rüber geschwommen und es lohnte sich. Beim ersten Mal waren es sicherlich zwanzig dieser faszinierenden Tiere, die allerdings maximal 1,50m groß werden, aber trotzdem Hai-feeling erzeugen konnten. Beim zweiten mal waren es zwar weniger, aber der Adrenalinkick ist einfach unglaublich, doch leider waren die Viecher zu schnell um sie anzufassen, aber vielleicht war das auch gut so. Gemacht haben wir sonst allzu viel nicht, außer das Wasser zu erkunden, am Strand zu liegen oder einfach nur die Szenerie zu genießen. Nach ein paar Tagen kannte man dann zwar alle anderen Gäste (eben Nebensaison) ganz gut, aber es wurde langsam dröge. Da wir uns gegen einen Tauchschein entschieden hatten, gab es auch keinen weiteren Grund für uns länger zu bleiben. Es ging dann wieder diese fürchterliche Straße hinauf und aufs Schiff, dass uns heute nach Chumphon gebracht hat. Hier werden wir allerdings nur einen nächtlichen Abstecher machen, weil die Stadt eher dreckig ist und wenig zu bieten hat. Deswegen geht es morgen dann per Zug erst nach Phetchaburi, bevor wir uns Bangkok zur Brust nehmen werden. Lassen wir einfach die Bilder sprechen…  Schlange!  No Worries  Party  die Bucht  der Weg  Palmen
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Unsere erste Woche Thailand ist überlebt, auch wenn wir mittlerweile, beide Opfer der Reisediarrhöe geworden sind. Wir sind ja wie letzte Woche erwähnt, im Epizentrum des Tourismus Patong Beach untergekommen, doch das Ganze hing uns bereits nach drei Tagen aus dem Hals heraus. Deswegen fuhren wir per Taxi ins benachbarte Phuket Town, was durch erfreulich weniger Rotlicht, auch zu gefallen wusste. Bei der Fahrt über Thailands größte Insel, sah man schon ziemlich gut die beeindruckenden Landschaften, die wir uns vorgestellt hatten. Sattgrüne Regenwälder, die die ewig scheinenden Hügelkämme bewachsen, umrandet vom bläulichen Ozean. Den Strand suchten wir allerdings auch dort nicht auf, aus den bekannten Gründen. Dafür war unser Zimmer schön zentral gelegen und inklusive Klimaanlage. Am nächsten Tag ging es dann auf zum ersten Abenteuer, per Bus in den Khao Sok National Park. Die Busfahrt lief ganz entspannt ab, aber wir klebten eh nur an den Fensterscheiben die so viele neue Eindrücke lieferten. Entlang der Straße sahen wir die ersten „wirklichen“ thailändischen Siedlungen und auch deren Armut und fünfzehn Kilometer weiter, dass nächste Touristenresort der Luxusklasse. Irgendwann erreichten wir dann unseren National Park und kamen aus dem Stauen nicht mehr hinaus. Riesige Sandsteinfelsen, umrandet von Regenwald, deren Kuppen bereits vom weißen Neben verschluckt wurden, ein fast affektierter Anblick. Doch unsere Münder klappten schnell wieder zu, denn etwa zehn Einheimische probierten, synchron, uns davon zu überzeugen, dass ihr Bungalow die beste Wahl für uns währe. Wir entschieden uns für die Smiley Bungalow’s, die neben warmer Dusche, auch mit paradiesischer Aussicht in drei Metern Höhe lockten. So bezogen wir also unsere Hängematten und ließen die Seele baumeln, mit einem Überblick über das ganze, fantastische Tal. Essen gingen wir im hauseigenen Lokal, was kulinarisch mit landestypischen Gerichten überzeugte. Da der anhaltende Regen unsere Wanderung durch die Wälder leider unmöglich machte, nutzten wir den nächsten Tag zur Entspannung und schauten im Internet vorbei, denn selbst dieser winzige Ort in den Bergen verfügte über mehre Internetcafes. Der nächste Tag schien trocken zu bleiben und so begaben wir uns hinein in den Dschungel. Der diesmal auch wirklich tropisch war, unzählige Geräusche, deren Herkunft man nur vage schätzen konnte, fantastische Pflanzen, die man in Deutschland höchstens im Miniaturformat kennt und dazu das höllische Klima. Nach mehreren Wasserfällen, machten wir Rast an einem natürlichen Pool, in dem wir uns ein wenig abkühlten. Dort trafen wir einen Deutschen, der ähnlich wie wir, vorher in Australien war und nun seine Reise ausklingen lies. Den Rückweg bestritten wir dann zu dritt und wurden leider vom Monsunartigen Regenfällen überrascht. Völlig durchnässt erreichten wir dann irgendwann wieder die Zivilisation, diesmal leider ohne nennenswerte Kontakte zu Tieren, denn bis auf ein paar kecke Eidechsen, blieb uns die Fauna leider verborgen. Dabei sollen sogar noch Tiger und wilde Elefanten das Gebiet bevölkern. Den Abend verbrachten wir dann ebenfalls zu dritt und tauschten unsere bisherigen Erfahrungen der beiden Länder aus. Nach dieser traumhaften Erfahrung ging es per Minibus dann zum nächsten Ziel, Surat Thani. Der Minibusfahrer allerdings, machte das ganze abenteuerlicher als uns lieb war. Da wurde überholt, obwohl kein Platz war, gebremst als wir schon fast platt waren und solche Späße eben, dass konnte man wiederum nur durch akribisches zur Seite gucken ertragen. Dabei erspähten wir im Dickicht des Waldes, auch unseren ersten wilden Elefanten. Die Stadt an sich, war eh nur ein kurzer Zwischenstopp, denn dort besorgten wir uns Fährtickets, dass eigentliche Ziel hieß ja Ko Samui. Jenes erreichten wir zwei Stunden später nach Einbruch der Dunkelheit. Es ist die größte Insel eines Archipels auf der östlichen Küstenseite Thailands. Seit den Achtzigern zwar ziemlich touristisch, lockt es trotzdem unzählige Menschen, durch traumhafte Küste und vibriertes Nachtleben. Wir wollten eigentlich in Budget-Bungalow’s nächtigen, doch was wir dort mit ansehen mussten, war selbst für unsere bescheidenen Ansprüche zu viel. Es fängt damit an, dass die modernen Holzbalken überall mit Schimmel beladen waren und es geht damit weiter, dass das Dach Löcher hatte, in denen allem Anschein nach, Ratten hausen, denn genau deren Exkremente waren wunderschön übers Bett verteilt. Abgerundet durch flackernde Lampen und ein Bad, das dieser Bezeichnung nicht mehr wert ist, Andre Lüders hätte es gemocht. Der eigentliche Witz an der Sache ist aber folgender, nämlich das diese Absteige gerade mal drei Euro preiswerter war, als unser jetziges Hotelzimmer (was sogar Klimaanlage beinhaltet). Das Zimmer bekamen wir sogar noch zum Vorteilspreis, weil wir mit dem kanadischen Besitzer so gut auskommen. Nach diesem Schock gingen wir erstmal shoppen, was hier ziemlich gut geht. So kann man sich Dieseltaschen, Armanisonnenbrillen oder Guccischuhe zu „unschlagbaren“ Preisen sichern, allerdings wurden wir woanders fündig. Neben einem Paar Flip-Flops, leisteten wir uns beide thailändische Fischerhosen, der letzte Schrei und unglaublich bequem. Danach fanden wir außerdem unseren ersten McDonalds und probierten Dinge wie den „Samurai Pork Burger“ aus. Den Abend ließen wir dann in einer irischen Bar ausklingen und lauschten einer europäisch-asiatischen Coverband. Am zweiten Abend stand die Wahl zwischen einer der größten Partys der Welt und Fußball, die Moonlightparty auf der Nachbarinsel Ko Pha-Ngan, schien für uns aber nur ein riesiger Haufen Touries die zu Trancemusik abgehen, also Champions League! Bewaffnet mit kühlem Bier und delikatem Reisschnaps, sahen wir von 1:30 bis knapp um 5 Uhr morgens das miserable Spiel zwischen Liverpool und Chelsea, hoffentlich wird das heutige Spiel besser, das wach bleiben soll sich ja auch lohnen. Ansonsten wollten wir Jetski fahren, aber im Moment regnet es mehrere Stunden täglich, was Strandbesuche suboptimal gestaltet, aber wir haben ja noch etwas Zeit. Vorhin haben wir zumindest einen kleinen Strandspaziergang gemacht und mal die Wassertemperatur gecheckt, gefühlte 30°C in etwa. Ansonsten fiebern wir jetzt dem Anpfiff entgegnen und werden die Tage dann zur nächsten Insel überschippern, um eventuell zu tauchen. Eine schöne Woche euch allen!  Rotlichtmillieu  Aussicht  unser Bungalow  kleiner Wasserfall und Matthi  angesprochener Pool  Berge  Strand von Ko Samui  Kugelfisch!
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Da sind wir wieder, mit einer wirklich interessanten Woche hinter uns. Die Dinge haben sich mal wieder anders entwickelt als geplant, also seid gespannt. Wir wollten ja eigentlich von Mildura nach Sydney fahren, um dort Patches zu verkaufen. Sagen wir es mal so, Patches weilt nicht mehr unter uns, dass allerdings nicht, weil wir ihn in Sydney verkauft haben. Unsere fahrende Wohngemeinschaft fing nämlich nach etwa fünfzig Kilometern an, mal wieder zu überhitzen. Öl trat aus, der Motor kochte und alles deutete daraufhin, dass die Zylinderköpfe ein zweites Mal ihren Geist aufgegeben hatten. Also hielten wir ein Auto an, was uns freundlicherweise einen Abschlepptruck organisierte. Zurück in Mildura und 200 Dollar ärmer, hatte die Werkstadt allerdings keine Zeit mehr uns noch am selben Tag dranzunehmen und so campten wir unsere letzte Nacht im Auto auf dem Hof der Mechaniker, inklusive Strom eines benachbarten Rentners, dessen Mitleid wir erweckten. Dort schmiedeten wir Pläne wir es nun weitergehen sollte, unsere Australienweite Garantie konnten wir jedenfalls abhacken. Wir hatten das Kleingedruckte übersehen, welches uns freundlich daraufhin wies, dass man alle 5000 Kilometer Kontrollchecks machen müsste, wenn man den Anspruch auf die Kostenübernahme nicht verliere wolle. Da eine erneute 2000 Dollar Reparatur, sich kosten- und zeitmäßig nicht gerechnet hätte, kam wohl bloß eine dritte Alternative in Frage, Exekution. Am nächsten Morgen stellte sich dann aber heraus, dass die Zylinderköpfe gar nicht kaputt waren, nein, diesmal war die komplette untere Seite des Motors ins Nirwana gewandert, Diagnose: irreparabler Totalschaden. Der freundliche Mechaniker bat sich dann noch an, den Wagen für exorbitante 200 Piepen zu übernehmen, der Reifen wegen und weil man, nach dem zerschrotten, auch noch etwas Geld mit dem Metall machen könnte. Wir willigten widerwillig ein und begannen damit das Auto leer zu räumen. Patches wird damit wohl eher keine Backpacker mehr in den Wahnsinn treiben und hatte hoffentlich einen schmerzvollen Tod. All seine Macken hingen uns nämlich total aus dem Hals heraus, man könnte sogar behaupten, uns wäre damit eine riesige Last von den Schultern gefallen. Es klingt zynisch, aber dieses Auto war eine ständige mentale Belastung, allerdings darf man nicht vergessen, dass es einer der Gründe dafür war, dass die letzten Monate so fantastisch abliefen. Beladen mit drei Rucksäcken, einem Laptop, jeweils einer Kiste Bier und Cola, was ein gefühltes Gewicht von mindestens zwei Zentnern ausmacht, probierten wir Bustickets aufzutreiben. Das klappte schnell und so saßen wir ein paar Stunden später schon auf unseren Plätzen, mit 17 Stunden Busfahrt in Aussicht. Die verging allerdings dafür ziemlich schnell und obendrein kamen alte Erinnerungen hoch, als wir in Canberra oder Griffith stoppten. Um 10 Uhr morgens erreichten wir dann die Hauptstadt des backpackings, allerdings war in unserem damaligen Hostel kein Bett mehr aufzutreiben und so wichen wir auf ein benachbartes aus. In Sydney erledigten wir dann noch ein paar Dinge, wie der Kauf eines neuen Lonley Planets für Thailand oder das Verschicken eines Paketes, mit all dem Kram, der uns als nun Rucksacktouristen, nur stören würde. Dieser Krempel wog dann allerdings stattliche 8 Kilo, was nebenbei auch die exakte Menge ist, die Matthi in Australien abgenommen hat, wie ein Strich in der Landschaft. Am nächsten Tag schlossen wir unsere Konten und wechselten unsere verbliebenden Dollar bereits in Baht. Zwischendurch besichtigten wir noch das historische Stadtviertel „The Rocks“ und dessen endwöchentlichen Markt. Das morgendliche Frühstück des nächsten Tages, wurde dann durch unseren Shuttlebusfahrer unterbrochen, der offensichtlich die Uhr nicht verstand, dafür große Klasse im hetzten war. Da wir am Flughafen eh noch mehrere Stunden Zeit hatten, entschlossen wir uns dafür ein letztes australisches Bier zu kippen und von einem Kontinent Abschied zu nehmen, der die letzten acht Monate unsere Heimat war. Hier also das versprochene Fazit: Australien ist fantastisch, besonders seine einzigartige Natur. Ob es nun schnorcheln in den Korallenriffen, die Wanderungen durch die Nationalparks, das Beobachten der unglaublichen Tiere oder das einfache Genießen eines Sonnenuntergangs ist, diese Dinge machten diese Reise einzigartig, aber auch die unglaublich freundlichen Menschen tragen einen großen Dienst dazu bei. Kulturell hat das Land, bedingt durch seine Historie, noch nicht all zu viel zu bieten, doch der positive Eindruck überwiegt und das eindeutig. Diese Reise hat uns nicht nur sprachlich weitergebracht, sie hat unseren Horizont erweitert und uns ein ganzes Stück reifer gemacht. Es war eine Erfahrung, die wir jedem jungen Menschen ans Herz legen würden. Aber damit ist es ja noch nicht vorbei, vor uns liegen zwei Monate Thailand, eine andere völlig neue Erfahrung, unser erster Kontakt mit der asiatischen Kultur. Doch bevor wir überhaupt Thaiboden betreten konnten, mussten wir fliegen und das ein ganzes Stück, fast zehn Stunden. Der Flug mit Jetstar, der Billigairline von Qantas, verlief erfreulich entspannend und da wir uns ja im Vorfeld das Essenspaket geleistet hatten, durften wir erst koreanisches Beef und als zweiten Gang Fleischpasteten dinieren, Bier war dafür nicht umsonst. Gepäck kam diesmal auch in einem Stück an und so ließen wir uns am Flughafen ein Billighotel aufschwatzen, für etwa 5,50 Euro die Nacht. Nach dem feilschen mit den Taxifahrern waren wir dann kurz nach 10 Uhr Abends in unserer ersten Unterkunft, inklusive Klimaanlage und eigenem Bad. Besonders Ersteres ist auch von absoluten Nöten, denn die Temperaturen sind hier weit über 30°, gespickt mit einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 200%. Da wir diesmal keinen Jetlag leiden mussten, ging es also gleich in die Bars. Bier und Whiskey für einen Euro, lassen da auch wenig Spielraum. Phuket ist allerdings sehr touristisch, was die abendlichen Straßen mit interessanten Menschen füllt. Da wären Nutten en masse, in allen vorstellbaren Variationen, die sich zum Teil sehr ordentlich bemühen, Kunden anzuwerben. Jene sind weiße Touristen aus aller Herren Länder, die das Partyleben hier unten völlig auskosten. Dazwischen schlängeln sich meist junge Einheimische, die einem Affen oder Leguane auf den Kopf setzten, um dir Fotos davon anzudrehen. Nach der fünften Bar und dem zwanzigsten Gespräch mit einer Prostituierten, die lange blonde Haare scheinbar ziemlich anziehend finden, reichte es uns dann allerdings und wir entschlossen uns gegen fünf Uhr morgens, dass sichere Hotelbett (ohne Begleitung) aufzusuchen. Heute besorgten wir uns neue SIM-Karten und sind damit wieder telefonisch zu erreichen, die Telefonkosten sind sowieso ein Witz. Eigentlich sind alle Preise ein Witz, 1,5l Wasser für 30 Cent, Taxifahrten über 40km für sieben Euro und Wiener Cordonbleu inklusive Getränk im Restaurant, für fünf Euro. Ansonsten sind wir heute nur ein bisschen über die Märkte geschlendert, viel mehr war aber auch nicht drin, da einen die Hitze wirklich erdrückt. Insgesamt ist der erste Eindruck schon mal viel versprechend. Es riecht zwar ab und zu nach Gülle und die Stromkabelverlegung ist unglaublich, aber es hat seinen Reiz. Wir werden gleich zur Massage (für fünf Euro) gehen und dann eventuell noch einmal ein paar einheimische Getränke probieren. Phuket werden wir dann allerdings schon übermorgen Richtung Osten verlassen, wo wir uns einen Nationalpark anschauen werden, bevor es auf die paradiesische Insel Ko Samui gehen wird. Man liest sich.  das kennen wir ja schon  ausraeumen  Busfahrt  Sydney  Matthi und Sydney  Abschiedsbier  unser Zimmer in Phuket
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Australien nähert sich seinem Ende, zumindest aus unserer Sicht betrachtet. Acht einzigartige Monate, die im Nachhinein schneller vergingen als uns lieb war. Ein Abschlussfazit gibt es aber erst, wenn wir wirklich weg sind, also nun zur letzten Woche. Die begann mit dem Verlassen von Alice Springs, was trotz der negativen Erfahrung, als erfrischendes, niedliches Städtchen im Herzen Australiens in unseren Köpfen verbleiben wird. Der Blick vom Anzac Berg über die flachen Dächer der Stadt, bis zu dem Hügelkamm der die Stadt umrandet und vor ihren Toren majestätisch auseinander gezogen wird, ist jedenfalls eindrucksvoll. Das nächste Ziel unserer Reise stand dem aber in nichts nach, denn der Uluru ist nicht umsonst beliebtestes Postkartenmotiv Australiens geworden. Bevor man den roten Berg aber überhaupt zu Gesicht bekommt, führt einen der Highway am Mt. Connor vorbei, der die ebene Landschaft ebenso imposant überragt, wie sein berühmter Bekannter. Danach ging es nach Yulara, Tourismusresort mitten im Nirgendwo. Neben 5-Sterne Hotels und dutzenden von Restaurants und Bars, bleibt die Frage offen, wofür man bitte in eine der ungastlichsten Gegenden der Welt reist, um einen Adventureurlaub zu unternehmen und dann auf der andere Seite, nicht seinen dekadenten Lebensstil dafür opfern will. Aber die Nachfrage scheint das Angebot hier noch lang nicht auszureizen, was an der Schönheit der Natur einen kleinen Makel hinterlässt. Als Deutscher wird die ganze Sache dann allerdings wirklich bizarr, da hat man neben Horden von Backpackern, die über GZSZ labern müssen, auch junge Touristenpaare, die im gemieteten Fiat Punto, ihren ersten gemeinsamen Urlaub verbringen, oder die typisch deutsche Familie, die man eher auf Malle, als im Outback erwartet. Dieses ganze schwachsinnige Gelaber auf einen Haufen ist jedenfalls unerträglich und dann ist das einer der Momente, wo man lieber kein Deutsch verstehen können will. Aber nun mal zum eigentlichen Thema, der Uluru. Wir hatten uns dazu entschlossen, die Tradition der Aboriginies zu respektieren und den Berg nicht zu besteigen, stattdessen holten wir die Campingstühle raus und wollten den Sonnenuntergang genießen. Ein paar Wolken trübten zwar etwas die Atmosphäre, aber man konnte trotzdem das fantastische Farbspektakel miterleben. Der Monolith zeigt sich Tagsüber normalerweise im modischen hellbraun mit einem Spritzer orange, übersäht von dunklen Schattenflecken. Wenn die Sonne dann immer tiefer steht, leuchtet er erst in hellen Gelbtönen um danach immer dunkler zu werden, bis er blutrot von der Dämmerung verschluckt wird und nur noch seine blauschwarzen Konturen am Horizont zu erkennen sind. Der über 300 Meter hohe Berg ist übrigens nur zu einem Viertel an der Erdoberfläche und schon nur in seiner Nähe zu sein, ist irgendwie erhebend. Die Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz des Resorts, für schlappe 34 Dollar. Doch damit war unser Aufenthalt dort noch lange nicht abgeschlossen, nebenan standen ja noch die Olgas. Die Olgas, oder ursprünglich Kata Tjuta, sind eine Hügelgruppe, die aus ganz vielen Uluru’s bestehen und von denen die höchsten ihren berühmten Nachbarn, noch einmal locker 200 Meter überragen. Wir entschieden uns den Wanderweg „Valley of the Winds“ in Angriff zunehmen, der seinen Namen daher trägt, dass man bei Sonnenaufgang den Klang vom Wind innerhalb des Canyons hören kann. Der knapp acht Kilometer lange Rundgang, war dann fast noch fantastischer als der Ayers Rock. Unzählige, großartige Aussichten auf die Felsen und fast malerische Täler in und um die Berge. Der eigentlich einfache Weg, wurde durch das Aufkommen der Fliegen und den doch recht hohen Temperaturen, zwar etwas anstrengender, aber war im Vergleich zu anderen „Wanderungen“ unserseits, eher entspannend. Danach fuhren wir bis nach Kulgera, dem Grenzdorf zwischen dem Northern Territory und South Australia. Auf der Campinganlage dort, tauschten wir Erfahrungen mit anderen Backpackern aus und durften uns außerdem die Lebensgeschichte eines Aussies anhören, der wie üblich nicht aufhören konnte zu labern. Dafür kamen wir mal wieder in den Geschmacks Kräuterschnaps, was das Ganze wieder erträglich machte. Nächstes Ziel war Coober Pedy, was übersetzt „Loch des weißen Mannes im Boden“ heißt und noch nicht mal übertrieben ist. Die selbsternannte Opalhauptstadt der Welt ist wirklich merkwürdig. Bereits 40 Kilometer vor den Stadttoren, besteht die Landschaft nur noch aus Minen und den Schutthaufen in denen man die kostbaren Edelsteine zu finden scheint. Aus der Vogelperspektive gleicht das Ganze wohl einer, von wirklich tüchtigen Maulwürfen, zerstörten Wiese. Durch die unerträglichen Temperaturen im Sommer dort, sind auch viele der Gebäude im Untergrund, wie das Internetcafe oder auch ein Campingplatz. So kündigt sich jener jedenfalls groß an, was sich in Wirklichkeit allerdings als vermoderter Keller entpuppte, in den man im Schlafsack bibbern kann. Da man auch nicht elektronisch zahlen konnte, verbrachten wir die Nacht dann doch lieber auf einem konventionellen Caravan Park, dort gab es außerdem großartige Pizzas in Wagenratgröße. Eigentlich wollten wir noch eine der Minen besichtigen, aber wer auf der Broschüre schon mit kostenlosen Kaffee werben muss, kann nichts Interessantes zu zeigen haben. Außerdem geht das Meiste heute Übertage und durch riesige Maschinenmonster, die keinen Flair versprühen. Danach ging es weiter nach Woomera, einfacher Zwischenstopp, der eigentlich nicht erwähnenswert ist, aber unsere letzte Station durchs Outback darstellte und damit eine weitere Etappe abschloss. Denn nun waren wir wieder auf heimischen Gefilden, wir hatten Port Augusta erreicht, Verkehrsknoten, den wir bereits am 15. Dezember letzten Jahres besucht hatten um Richtung Perth zu kommen. Dadurch wurde uns wirklich bewusst, dass die Zeit sich dem Ende nähert. Außerdem wollten wir dort unser Differentialöl auffüllen, was ein wenig leckt seit einer Woche. Doch für diese große Tat, die einen Mechaniker kaum mehr als zehn Minuten kostet, hatte keine der Werkstätten Zeit, wodurch wir entschieden, es in der nächsten größeren Stadt zu versuchen. Gestern nächtigten wir dann in Crystal Brook und sind damit abseits des Highways Nr. 1, wir sind wieder im Hinterland. Das heißt, dass die Landschaft nur noch auf Weizenfeldern besteht und die Städte auch gut aus dem letzten Jahrhundert stammen könnten. Jedenfalls sind wir heute in Mildura angekommen, Hauptstadt der Region. Damit sind wir in drei Tagen in Sydney wenn alles glatt geht und unser Hostel haben wir auch schon reservieren lassen. Nebenbei haben wir heute unser Geld von der Kirschfarm aus Hilston bekommen, also nur knappe sechs Monate später, aber was soll’s, die paar hundert Dollar mehr schaden definitiv nicht. Wie gesagt, nächste Woche sind wir in Sydney und werden probieren Patches zum besten Preis zu verscherbeln, wünscht uns dafür Glück! Bis zum nächsten Mal.  Blick über Alice Springs  normaler Uluru  gelblicher Uluru  roter Uluru  Olgas  Talausblicke  Coober Pedy  Undergroundwohnung  hach, schön nich?
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Nun, diese Woche haben wir es geschafft eine weitere Seite Australiens zu entdecken, wenn auch diesmal keine Gute. Außerdem hat Patches wieder Bekanntschaft mit seinen Freunden den Automechanikern gemacht, aber nun mal langsam. Wir befinden uns ja mittlerweile auf dem Highway durch das Zentrum des Kontinents, durchs sagenumwobene Outback. Doch das Land ist nicht so trostlos wie erwartet und neben der roten Erde, sieht man überall auch das Grün der hiesigen Gewächse durchschimmern. Erster Stopp dieser gewaltigen Wüste, war in Mataranka. In der herrlichen Ruhe der Campinganlage, begannen wir uns konkrete Gedanken über unsere weitere Reise nach Thailand zu machen. Da uns ein gewisser Onki S. mit großartigen Informationen versorgt hatte, sind wir nun gewillt, noch eher ins unbekannte Asien zu fliegen als bisher geplant. Das heißt im Klartext, dass sich unser Endaufenthalt Australiens in Sydney auf das Minimale beschränken wird, damit wir in Asien genügend Zeit haben werden, auch die „bunten Lichter“ anzumachen. Danach ging unsere gemütliche Fahrt (mit maximal Tempo 90) weiter nach Elliot, einem weiteren Nest im Nirgendwo, was mehr Tankstellen als Häuser besitzt und wo dir im Touristenradio 88fm erzählt wird, dass die Kneipe früher noch ein Dach hatte und das dort nun einmalige Kunst der Region verkauft wird, was in etwa Bierdosenwärmern mit Witzen von Maik Krüger entspricht. Dort gab es auch ein weiteres Novum, an Unfähigkeit der Caravan Park Mitarbeiter. Da wir ja gelegentlich länger Schlafen, dass sich aber mit der vorgeschriebenen Check Out Time von zehn Uhr nicht gut kombinieren lässt, hatte ja schon des Öfteren zur Folge das wir unfreundlich geweckt wurden. Ich will ja nicht sagen, dass über zwanzig Dollar für ein bisschen Strom und eine kalte Dusche nicht schon vermessen genug sind, nein, was uns an diesem Morgen wirklich in Stimmung brachte, war der Fakt, dass einer der Putzteufel die Frechheit besaß schon vor zehn Uhr zu klopfen, mit der Begründung er würde gern die Klo’s wischen gehen. Nach einem klärenden Gespräch mit der Besitzerin, durften wir dann allerdings doch bis zwölf Uhr Mittags Gäste der Anlage bleiben. Was morgens schon so fantastisch anfängt, kann eigentlich nicht noch besser werden, oder? Doch auf dem Weg nach Tennant Creek, wurde Patches immer lauter und das ganze Auto vibrierte wie verrückt und auf einmal gab es ein seltsames Geräusch. Als wir anhielten um nachzusehen was passiert war, fiel uns auf das dass Ventilatorblatt vor dem Motorblock sich verzogen hatte und nun sein Gehäuse frisierte. Dadurch hatten die Ventilatorblätter schon die Hälfte ihrer ursprünglichen Länge eingebüsst, also schnell nach Tennant Creek und die Sache wieder gerade rücken. Nur war das gar nicht so einfach, denn es war Karfreitag und das hieß, dass wir frühestens Dienstag wieder eine offene Werkstadt anfinden würden. Also entschieden wir uns dafür dort nur die Nacht zu überstehen und das Ganze in Alice Springs zu reparieren. In Tennant Creek machten wir allerdings Bekanntschaft mit zwei Mädels, die nun schon fast zwei Jahre in Australien unterwegs sind, mittlerweile mit dem dritten Auto nebenbei. Die beiden hatten dabei noch nicht mal eine Hälfte des Kontinents gesehen, wo immer wieder die berechtigte Frage entsteht, wie desolat eigentlich eine Reiseplanung sein kann. Ostereier haben wir übrigens auch gefunden, die nennen sich hier Devils Marbles und sind extrem bizarre Felsen, die wie aufgestellt in der Wüste vegetieren. Die Photos beweißen hoffentlich, dass wir leider keins davon als Osterschmaus verputzen konnten. Ansonsten wurde der Festlichkeit unsererseits wenig Aufmerksamkeit zuteil, aber das war ja mit Weinachten auch nicht anders. Nächster Stopp war Ti-Tree, mit einer erfreulichen Überraschung, es wird Herbst! Es wurden zum ersten Mal seit Monaten wieder die Pullover nachts rausgeholt, aber auch Tagsüber kann man sich jetzt wieder bewegen ohne die ständige Bedrohung der Dehydrierung. Mit dem sonoren Geräusch unseres kleinen Atomkraftwerks, getarnt als Auto, erreichten wir schlussendlich dann doch noch Alice Springs, im völligen Herzen Australiens. Die Stadt an sich, hat auch ein wirklich legeres Flair und die vom Staub verschmutzten Wellblechdächer runden die Sache sogar irgendwie ab. Nun allerdings zum Anfangserwähnten, zu einer wirklich negativen Seite Australiens, Rassismus. Als wir am ersten Tag im Burger King noch etwas essen wollten, fing das Ganze dann an. Erst wurden wir von einem kleinen Jungen beim schmausen genervt und als wir dann vom Parkplatz fuhren, fing die Sache an unheimlich zu werden. Ständig fuhren Jugendliche direkt vor uns mit ihren Fahrrädern entlang und lenkten unsere Aufmerksamkeit von einer anderen Gruppe ab, die dann schlussendlich mehrere Coke- und Fantabecher gegen den Van und zum Teil ins geöffnete Fenster warfen, wegen gar nichts, nicht eine kleine Provokation unsererseits. Nach dieser merkwürdigen Erfahrung ging es zurück auf den Caravan Park, wo wir im Lonley Planet nachlesen konnten, dass man nach Dämmerung überhaupt nicht mehr auf die Straßen gehen soll. Der Grund ist einfach, zehn bis fünfzehn Mann große Gruppen, völlig durchgeknallter Abbo’s, die nur darauf aus sind Stress zu verursachen. Es ist wirklich ein sehr mulmiges Gefühl an diesen Menschen, die einen voller Hass begegnen, vorüber zu gehen und Abends wird das Ganze auch noch lebensgefährlich. Wie auch immer, am nächsten Tag ging es erst einmal in die Werkstadt, wo relativ schnell diagnostiziert wurde, was an Patches nicht stimmte. Unser Motor wird durch zwei Fassungen gehalten, wobei die eine an- und die andere völlig gebrochen war. Das komische Geräusch wovon ich erzählt hatte, war also dadurch entstanden, dass der gesamte Motorblock durch die nachgebende Fassung, mehrere Zentimeter nach unten gerutscht war und damit der Ventilator auf halb Neun hing. Im Extremfall heißt das, dass der Motor komplett aus der Fassung reißt und Kontakt mit dem Straßenbelag schließen kann. Jedenfalls brauchten wir zwei neue Motorfassungen und einen neuen Ventilator, eine Sache von drei Stunden. In der Zwischenzeit besichtigten wir das Alice Springs Reptile Centre und wurden Zeuge der Reptilienshow, wo wir neben kleinen Drachen auf der Hand, auch mal eine Python um den Hals tragen durften. Nachdem die Schlange dann auch noch eine Ratte verputzen durfte, hatte sich der Eintritt schon gelohnt, obendrein gab’s noch massenhaft anderer Echsen, Schlangen und Warane. Danach genossen wir noch ein kühles Coopers (sehr leckeres Bier, nach deutschem Reinheitsgebot) und liefen zurück zur Werkstadt. Dort wurden uns auch noch ein paar Geschichten von Aboriginieübergriffen erzählt, ehe Patchi auch schon wieder heil war. Übermorgen brechen wir zum Ayer’s Rock auf und hoffen, dass wir nicht noch schlimmere Probleme mit den Einheimischen bekommen, ihr Rumgeschrei um zwei Uhr Nachts dröhnt jedenfalls vom Highway bis zu unserem Stellplatz.  Spaß muss sein ;)  Ostereier mit Matthi  Ostereier mit Robi  Outbackeinblicke 1  Outbackeinblicke 2
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Wir haben es geschafft! Alle acht Bundesstaaten dieses Kontinents zu bereisen, was bis jetzt knapp 20.000 Kilometer gedauert hat und noch lange nicht zu Ende ist. Diese Woche verbrachten wir hauptsächlich in der Wildnis des Northern Territory’s, doch lest selbst, was uns dort alles widerfahren ist. Angefangen hatte die Woche ja noch in Western Australia, genauer gesagt mit der Fahrt nach Hall’s Creek. Dort wollten wir eigentlich nur die Nacht verbringen und ins Internet gehen, aber nachdem wir die gesamte Mittagspause des Internetcafes abwarteten, musste man uns leider damit vertrösten, dass der Onlinezugang schon seit Tagen tot wäre. In der Zeit konnten wir allerdings die unzähligen Aboriginies beobachten, wie sie zum Beispiel völlig wonnetrunken den entnervten Tankwart immer wieder bequatschten, oder wie sie im Schneckentempo (trotz gutem Verkehr auf dem Highway) die Straßen überqueren oder dort gleich sitzen blieben. Die urbanen Communities die wir bisher sahen, sind jedenfalls ziemlich runtergekommen, wie auch ihre Bewohner, von denen die meisten dem Alkohol verfallen zu scheinen. Danach ging es nach Kununurra, die letzte Stadt vorm Staatenwechsel. Dort hatten wir einen märchenhaften Caravan Park direkt am See, in dem wir auch unser erstes Süßwasserkrokodil zu Gesicht bekamen, welche nur maximal drei Meter lang werden und für den Menschen, normalerweise ungefährlich sind. Auch „George“ hielt gebührenden Abstand von uns doch als die unzähligen Mücken erschienen, flüchteten wir kurzerhand ins Auto. In jenem wir auch ziemlich verfrüht wieder erwachten und den Grund herausfanden, wieso wir der einzige Van auf dem Gelände waren. Bagger! Hausgroße Bagger, riesige Lkws und viele Leute mit Kettensägen machten sich ab Morgengrauen daran, den Park zu vergrößern und gleichzeitig Weckdienst zu spielen. „Strafe muss sein“ wurde mir immer beigebracht und so gab’s von uns beim Buchaustausch „Diana Hamilton“ (Liebesroman, erhältlich im Supermarkt ihres Vertrauens), für drei Fantasieklassiker von Raymond Feist. Danach überquerten wir die Grenze und fuhren bis zum Victoria River Roadhouse, diesmal zwar ohne eigenen Bauernhof, dafür aber in der wunderschönen Natur des Nordens gelegen. Gewaltige sattgrüne Ebenen, unendlich scheinende Wälder, durch welche sich die durch die Regenzeit erwachten Flüsse schlängeln und Sonnenuntergänge der Superlative. Doch auch dieser Ort war nur Zwischenstopp auf dem Weg nach ganz oben, auf dem Weg nach Darwin. Bevor wir jedoch die Hauptstadt erreichten, machten wir Halt an einem Wildlife Park etwas abseits der Straße. In perfekt nachgestalteten Ökosystemen, wie zum Beispiel Mangrovenwälder oder Wasserlöcher im Monsunregenwald, tummelte sich die beträchtliche Fauna des Nordens. Ob nun relaxte Wasserbüffel, hässliche Riesenkröten oder erstaunliche Vögel der Region, jedes Gehege oder Käfig hatte seinen Reiz, gerade auch wegen der liebevoll gestalteten Umgebung. Doch am coolsten waren die natürlichen Bewohner der Anlage, denn die waren wirklich gefährlich. Da wären zum einen exorbitante Spinnen, mit bis zu 15 Zentimetern Körperlange, welche wirklich giftig aussahen. Des Weiteren eine Fledermaus, die an einem Unterstand den Tag verdöste, bis wir sie zaghaft weckten und dann schreiend reis aus nahmen, ein wirklich garstiges Tierchen, und nicht zu vergessen die Schlangen, denn als es wieder angefangen hatte zu regnen, kreuzten sich unsere Wege mit einer jungen Brown Snake, die wenn sie den Schock überlebt hat, ausgewachsen, Matthi 72x töten könnte, aber keine Angst, wir sind noch heil. Am Abend erreichten wir dann Darwin und buchten einen Caravan Park etwas außerhalb der Stadt für zwei Nächte. Die letzten Sonnenstunden verbrachten wir im herrlich erfrischenden Pool und danach grillten wir fleißig, aber nicht einmal beim rösten der Bouletten hatten wir Ruhe vor dem Viehzeug. So machten wir auch dort Bekanntschaft mit einer weiteren Art Schlange, die sich allerdings schnell in den nächsten Busch verzog. Am nächsten Tag wurde mal wieder gewaschen und der Plan für die Stadtbesichtigung erstellt, dabei stellte sich heraus, dass Darwin kaum mehr Einwohner als Frankfurt hat und sich auch von den Sehenswürdigkeiten her, nicht viel von unserer Heimat nimmt. Begonnen wurde der Stadtbummel in der Kunstgalerie der Stadt, wo neben vielen Aboriginiewerken, eine Interessante Ausstellung über die Machenschaften der hiesigen Kunststudenten zu bewundern war. Danach spazierten wir fröhlich durch den historischen Teil der Stadt, der mittlerweile allerdings nur noch aus dem Portal der Kirche und den Grundmauern des alten Rathauses besteht. Darwin wurde gleich zweimal zerstört, einmal im zweiten Weltkrieg durch japanische Bomber und 1976 durch den Zyklon „Tracy“, welcher die Stadt fast komplett dem Boden gleichmachte. So hatten wir am Ende unseres Spaziergangs hauptsächlich moderne Betonklötze gesehen, was uns mal wieder ziemlich enttäuschte. Um den Abend trotzdem vergnüglich ausklingen zu lassen gingen wir Essen, allerdings nicht wie angedacht in den Hafen um das fangfrische Seafood zu probieren, sondern zum Italiener. Geschmacklich auf einer Ebene mit dem „Fratelli“, ging es voll gestopft zurück zum Campingplatz. Bereits am nächsten Morgen verließen wir das ernüchternde Darwin und fuhren zum Kakadu National Park, Weltkultur- und Naturerbe der UNESCO, grünes Paradies Australiens. Bevor wir jedoch den Eingang erreichten, machten wir Halt im Fogg Dam Reservat, Heimat von tausenden Wasserpythons und deren Lieblingsbeute, Wasserratten. Jedenfalls offenbarte die halbstündliche Wanderung über Stege durch die Mangrovenwälder, keines der heimischen Tiere, dafür allerdings prächtige Landschaftsphotos. Danach fuhren wir zum Highlight der Woche, zur „Crocodile Jumping Cruises“. Ein mittelgroßes Airboot, voll gepackt mit Fleischhäppchen und ein paar zahlenden Touristen, sollte also Anreiz für die Viecher sein um aus dem Wasser zu hüpfen. Der Adelaide River schlängelt sich 180km durchs Land, auf alle 75 bis 100 Meter kommt ein Krokodil, ein Salzwasserkrokodil. Die größten Reptilien der Erde werden bis zu sieben Meter lang und können fast eine Tonne auf die Waage bringen und damit rein ins Getümmel. Um den Leuten etwas Show zu bieten, werden also Fleischstücke an eine Angelrute geschnallt und über Wasser gehalten, beim dritten Sprung kriegen die armen Viecher meistens dann auch das Steak, aber das davor ist eh spannender. Insgesamt sahen wir glaube ich über zehn der Bestien und sogar ein riesiges Männchen, wobei der Abstand zu unseren Köpfen minimal 50 Zentimeter betrug! Sehr imposante Erfahrung, aber wie bei den Mantarochen, verdeutlichen die Bilder hier wohl besser unsere Eindrücke. Obendrein gab es außerdem noch eine kurzweilige Raubvogelfütterung, wo wir sogar den Weißbauchadler zu Gesicht bekamen. Dann endlich durchquerten wir die Pforten des National Parks und suchten uns dann gleich den ersten Camping Platz um das Gesehene zu verarbeiten. Dort streunten zwar (ziemlich gefährliche) Dingo’s um uns herum, aber wir wollten nur noch unsere Ruhe. Nachdem wir dann endlich die Krähen vertrieben hatten, die Insektenüberreste aus unserer Kühlerhaube pulten, schafften wir nur noch den abendlichen Gerstensaft, bevor die Äuglein auch schon zufielen. Heute wollten wir eigentlich zwei Felsen und deren Jahrtausende alte Malerei besichtigen und obendrein noch unsere letzte Buschwanderung in Australien schaffen. Doch die Regenzeit machte uns einen Strich durch die Rechnung. Da fast alle Straßen unter meterhohem Wasser standen, konnten wir lediglich den Nourlangie Felsen besuchen. Doch dieser Stein war schon beeindruckend genug, Höhlenmalereien aus den letzten zwanzig Jahrhunderten und Aussichtspunkte, mit Blick über den gesamten Südosten der Region zeigten eindrucksvoll den natürlichen- und kulturellen Wert des Parks. Später fuhren wir dann nach Pine Creek, wo wir die heutige Nacht verbringen werden. Vorhin ließ das Wetter sogar ein paar Runden Fußball zu, also hofft bitte mit, dass wir ab jetzt wieder erträgliche Temperaturen bekommen. Damit wäre das Abenteuer „Top-End“ abgeschlossen, widmen wir uns nun nächste Woche dem zentralen Teil des Kontinents und seinem roten Wahrzeichen, bis dahin.  Spinne im Tierpark  Natureinblicke  Kroko 1  Krokoauge  Jumping Krok!  Höhlenmalerei  Kakadoo  Matthi mit Höhlenmalerei
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Es ist vollbracht, wir haben die stattliche Distanz von über 2200 km von Perth nach Broome zurückgelegt und damit die gesamte australische Westküste erkundet. Es war für uns definitiv eine der schönsten Regionen Australiens und eine einzigartige Erfahrung. Die Woche begann mit der Fahrt nach Coral Bay, ein kleines Fischerdorf am Indischen Ozean, Ausgangspunkt des weltberühmten Ningaloo Marine Park. Für alle Wasserscheuen, es handelt sich dabei um eines der spektakulärsten Korallenriffe unseres Planeten. Wir hatten ja letzte Woche bereits angekündigt, dort eventuell mit Walhaien zu schwimmen. Daraus wurde leider nichts, aber was wir stattdessen taten, dürfte wohl ähnlich faszinierend sein. Wir buchten nämlich eine Mantarochentour für ein Drittel des Walhaipreises und obendrein gab’s noch ein paar Extras dazu. Das Ganze startete kurz nach Neun und nachdem wir unsere Schnorchelausrüstung ausgesucht hatten, ging es auch gleich auf Deck. Unser Fortbewegungsmittel war ein zweistöckiges, für etwa 50 Menschen konstruiertes Boot, ein Glück das an unserer Tour gerade einmal zehn Mann teilnahmen. Begleitet wurden wir von einem kleinen Flugzeug, das die Rochen für uns ausfindig machen sollte. Schon nach ein paar Minuten gab’s auch schon die ersten Tiere, niedliche Delphine, die wir ja bereits kannten und daher unser Interesse nur bedingt weckten. Auch danach nichts Neues im Westen, ab und zu ein paar neugierige Schildkröten die die Seegraßfelder verputzten, aber auch das war nicht Highlight dieses Ausflugs. Danach kam es nämlich endlich zum ersten Tauchgang, ein recht mulmiges Gefühl wenn man nicht wirklich weiß was einen erwartet. Jedenfalls Etwas absolut fantastisches, Mantarochen, völlig friedliche Giganten des Ozeans. Direkt vor uns (eigentlich sich sogar an uns, denn eins der Viecher streifte mich) schwammen sie ihre Kreise und schafften es durch ihre bloße Anwesenheit, jeden im Wasser zu bezaubern. Es waren etwa sieben Tiere, von denen das Größte auf über 5,50 Meter Spannweite kam, also ein mittelgroßes Zimmer ausfüllte. Mehrere Minuten verbrachten wir damit sie zu beobachten, mit ihnen zu schwimmen und zu tauchen. Eine wirklich unfassbare Erfahrung, die Jeder selbst mal erlebt haben sollte. Nachdem wir völlig paralysiert aus dem Wasser stiegen, kam das Mittagessen gerade recht, um das Gesehene (und die Sandwiches) gründlich zu verdauen. Doch damit war es längst nicht vorüber, denn der nächste Schnorchelgang widmete sich einer ganz anderen interessanten Gattung des Riffs, den Haien. Damit wir das Ganze allerdings auch überleben konnten, ging es nicht um Weiße- oder Tigerhaie, sondern um ihre etwas kleineren Verwandten, den Riffhaien. Die erreichen eine maximale Länge von 2 Meter und sind damit (eher) ungefährlich, allerdings ist es auch mit den kleinen Biestern wirklich reizvoll unter Wasser, denn der Anblick von drei Haimäulern in einer Riffspalte ist unvergesslich. Wir hatten uns zwar schon nach den Rochen geschworen, das wir die 135$ definitiv richtig investiert hatten, doch jetzt waren wir einfach überwältigt. Der dritte Sprung ins Wasser konnte das natürlich nicht toppen, war aber ein gelungener Abschluss der Tour. Diesmal durften wir über eine Stunde auf eigene Faust das Riff erkunden. Neben den wunderschönen Korallen, gab es unzählige, eigenartige Riffbewohner zu bestaunen, ob nun Wasserschlangen, Tintenfische, grüne Fische, gelbe Fische, Stachelrochen, rote Fische, bunte Fische, pinke Fische oder einfach nur große Fische die an uns nuckelten, weil unser Führer es klasse fand, Fischfutter auf uns zu werfen. Insgesamt war es jedenfalls noch ein bisschen grandioser als im riesigen Great Barrier Reef, was nicht zuletzt an den (vergleichsweise) wenigen Touristen an der Westküste lag. Der Abend wurde dann mit ein paar Mädels aus München verbracht, die noch am Vorabend auf keinen Fall so eine Tour buchen wollten. Diesmal hatten wir jedoch eine Geheimwaffe, Fotos in bestechender Qualität, ach genau, wir haben über 200 Unterwasserfotos von allem was ich gerade erzählt habe, weiter unten sind auch Ausschnitte davon zu bewundern. Nachdem wir also unseren Teil zum Tourismus beigetragen hatten, konnten wir guten Gewissens unsere Reise fortsetzten. Dafür allerdings ordentlich sonnenverbrannt, weshalb wir unseren Aufenthalt am nächsten Tag in Roebourne, hauptsächlich im schattigen Pool des Caravan Parks verbrachten. Danach schliefen wir mal wieder in einem Roadhouse, eine Art Autobahnraststätte mit Camping Platz, weil die Distanzen zwischen den Orten zum Teil ellenlang sind. Das Sandfire Roadhouse war jedenfalls auf seine Weise, ebenso eine einmalige Erfahrung. Zum einen mit neuem Spritpreisrekord von 1,71$, was so langsam an deutsche Verhältnisse erinnert. Zum anderen, mit skurrilem Bauernhofflair, der australischen Variante. Neben Pferden, Gänsen und Rindern fand man Strauße, Pfauen, Echsen und sogar Kamele. Interessant war das Werben des männlichen Pfaus, der mit seinen mickrigen Schwanzfedern nicht einmal die Gänse klarmachen konnte, zum Trost gab’s ein paar Kekse von uns, um das angeknackste Selbstvertrauen wieder herzustellen. Dieser scheinbar idyllische Ort wurde in der Nacht allerdings zum wahren Höllenpfuhl. Geschlagene 39°C um halb zehn Abends, angereichert mit der typisch tropischen, schwülen Luft. Wer jemals mit Doc Schneider Fußball gespielt hat, dachte vielleicht er kennt die Vollendung der Transpiration, aber diese Nacht stellte das tief in den Schatten. Lebendiges Austrocknen trifft es ziemlich gut und wenn man dann noch so pfiffige Reisebegleiter wie Matthi an Bord hat, die sich dabei kochendheiße Fertignudeln rein ziehen, ist das Fiasko perfekt. Diese neuen klimatischen Bedingungen verwandeln allerdings auch die Natur, in riesige grüne Ebenen die man sonst nur aus Irland kennt. Irland mit springenden Kängurus, vors-Auto-springende Kängurus, die Matthi nur durch ein Reflexmanöver vorm Exitus bewahrte, somit bleibt es vorerst bei einem Strich am Bullenfänger. Unser Weg führte uns dann den Highway entlang ins Anfangserwähnte Broome, jedenfalls fast bis dahin. Knapp Hundert Meter vor der Stadt ging uns nämlich das Benzin aus und so spazierten wir fröhlich mit Ersatzkanister bewaffnet zur Tanke, um dann den ganzen Patchi auch dort hinzu manövrieren. Broome ist eine schicke Stadt, ganz im tropischen Flair. Ein Ort bei dem selbst die Australier verträumte Mienen aufsetzten und der Synonym für Exotik geworden ist. Wir nutzten Broome um uns von der ganzen Fahrerei zu erholen, denn viel mehr war auch nicht drin, es ist immer noch Regenzeit. Das heißt im Klartext, dass es von Morgens bis Abends aus Eimern gießt und Milliarden Moskitos unterwegs sind. Der Ganze Spaß hört hoffentlich Anfang April wieder auf, so dass wir uns auch noch mal außerhalb vom Van aufhalten können. Deshalb viel auch der Besuch einer Krokodilsfarm sprichwörtlich ins Wasser, allerdings gab’s am Abend wieder Damenbesuch. Freilich sind fünf Raucher in einem Auto unter allen Umständen zu viel, demnächst wird sich zeigen ob Wunderbäume wirklich Wunder bewirken können. Heute sind wir in Fitzroy Crossing angekommen, einem Ort der Region Kimberley, das Outdoorparadies Australiens. Da wir aber keinen Allradantrieb besitzen, bleibt es bei einem nächtlichen Zwischenstopp, auf dem Weg nach Darwin. Ansonsten hattet ihr ja Zeitumstellung, wodurch wir auf nur noch sechs Stunden an Deutschland herangerückt sind. Was zum telefonieren hilfreich scheint, hat allerdings auch seine Nachteile, denn nun geht die Sonne schon kurz nach 18 Uhr zwischen den dunklen Wolken am Horizont nieder. Wir gewöhnen uns dran und hoffen, dass wir die nächste Woche halbwegs trocken überstehen und uns dann aus der Hauptstadt des Northern Territory wieder melden. Genießt die Photos!  Mantarochen in all ihrer Pracht  Mantarochen ganz nah  Mantarochen mit Robi  Mantarochen mit Matthi  Koralleneinblicke  Riffhai  angesprochener Pfau  Schweissausbruch!
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Nachdem wir uns letzte Woche auf Grund von Erlebnismangel dafür entschieden hatten, den wöchentlichen Reisebericht auszulassen, gibt es diesmal mehr als genug Neuigkeiten. Wir haben endlich die Region Perth verlassen und nach 2 ½ Monaten des Abwartens, viel der Abschied doch verhältnismäßig leicht. Des Weiteren haben wir dem aktiven Arbeitsleben wieder mal den Rücken zugekehrt. Nach fünf Wochen beim verpacken von Äpfeln, kann auch schon mal der Lebenswille flöten gehen, deshalb sind wir mehr als froh, uns wieder unserer Lieblingsbeschäftigung widmen zu können, dem Bier, inklusive dem Reisen davor. Unser Abschied von der Farm passte auch zeitlich wunderbar ins Programm, denn am letzten Tag waren schon so gut wie alle Früchte sortiert und verpackt und es gab für uns nichts mehr zu tun. Am nächsten Tag, ging es dann ein finales Mal in die Westaustralische Hauptstadt, um unser Erarbeitetes aufs Konto zu transferieren. Auf Grund von Parkplatzmangel, fuhren wir durch die gesamte Stadt und entdeckten den wunderschönen Kings Park am nördlichen Ende. Nachdem wir dort fantastische Bilder der Skyline einfingen, mussten wir dann wohl oder übel in eins der kostspieligen Parkhäuser. Dort waren wir sicher eine gelungene Abwechslung für das Sicherheitspersonal, denn das Parkhaus war nur für 1,90m ausgelegt, was für Patches ein paar Zentimeter zu niedrig war. So nahmen wir auf der Parkplatzsuche, sämtliche Eingangs- und Ausgangsschilder und einige der niedrigen Beleuchtungen mit. Zur Beruhigung der ängstlichen Seelen unter euch, wir sind nicht das erste Campervancabriolet und müssen weiter mit dem Hitzetod kämpfen. In der Bank gab’s gleich die nächste neue Erfahrung, Cheques. Da wir ins Deutschland noch nie mit derlei Zahlungsmittel in Berührung kamen, brauchten wir erstmal die fachmännische Hilfe der Servicebeamten. Es hat zwar am Ende alles funktioniert, aber warum man diesen Quatsch Überweisungen vorziehen sollte, ist uns schleierhaft. Danach ging es zurück ins mittlerweile heimatliche Hostel, wo wir den Rest der Woche damit verbrachten auf unsere Pakete zu warten. In der Zwischenzeit verabschiedeten wir unseren niederländischen Backpackerbekannten und putzten Patches auf Hochglanz. Der australische rote Sand kriecht nämlich wirklich überall rein und wehrt sich hartnäckig. Nebenbei wurde auch wieder gewaschen, denn wie gesehen, musste Matthi schon Abscheulichkeiten wie Miku’s „Schlüppi“ (Zufrieden du Halunke?) anziehen um sein Gemächt zu verbergen. Mittwochs erreichte dann das erste Paket das ferne Australien und sah so aus, als wäre es im neulich dokumentierten Laster zu uns gekommen. Schäbig, zerbeult und mit großer, gelber Klebefolie geflickt, auf der die freundliche Mitteilung stand, dass es zur Quarantänevorschrift geöffnet worden war. Zwei Tütensuppen waren der Initiator dieser Aktion gewesen, welche gefährliche Gewürze und Kräuter enthalten würden. Wenn ich wollte, könnte ich mir die beiden Tütchen allerdings für schlappe 42 Dollar nach Hause schippern lassen. Abgeschlossen wurde das ganze Schreiben, mit dem netten Einwurf, doch nächstes mal keine „exotische Pest“ wie Maggi’s Beste: Lauchcremesuppe einzuführen, ich werd’s mir merken. Matthis Päckchen blieben gleich ganz verschollen, da diese aber ebenfalls solch Übel beinhalten, hoffen wir das sie im Verlauf der nächsten Woche eintrudeln. Die sympathischen Hostelbesitzer erklärten sich jedenfalls dazu bereit, uns den Rest der Post nachzuschicken. Samstagmorgen begann dann endlich unser Reisetrip, dem Abklappern der gesamten australischen Westküste. Das erste Ziel dabei, waren die Pinnacles, bis zu fünf Meter hohe, bizarre Kalksteinsäulen. Diese Gesteine stehen dort seit Millionen von Jahren und sehen vom Aussichtspunkt wie eine kleine Steinarmee von mehreren tausend Mannstärke aus. Ihre Verwandlung bei Sonnenuntergang konnten wir leider nicht mehr mitnehmen, denn wir haben mittlerweile etwas Zeitdruck. Jedenfalls fuhren wir bis ins 500 Kilometer entfernte Geraldton und verbrachten dort die Nacht. Am nächsten Tag besichtigten wir die Attraktionen, der am Sonntag, doch sehr – toten Stadt. Dabei schreckte uns die sehr moderne Kathedrale der Stadt, in ihren grellen Farben, doch eher ab. Währendessen das regionale Historikmuseum mit interessanten Geschichten, uns dass Land wieder etwas näher brachte. Danach ging es in das ursprüngliche Gefängnis der Stadt, was heutzutage als Kunsthandwerksmarkt genutzt wird. Doch gehäkelte Babywindeln, Fingerpuppen und Kängurus aus Sperrmüll, deren Optik und Qualität man sonst nur auf osteuropäischen Ramschmärkten erwartet, gaben der Sache einen zwielichtigen Touch. Abgerundet wurde der Stadtspaziergang durch einen Besuch am Kriegsdenkmal der HMAS Sydney dem ehemaligen Stolz der australischen Marine, welcher den Deutschen Torpedos 1942 zum Opfer fiel. Ach, bevor wir es vergessen, Patches läuft bisher wunderbar und auch wenn er noch etwas melancholischer als normal dreinschaute, als wir demonstrativ an der berüchtigten Stelle 15 Kilometer nach Gingin (für alle Neuleser – der Ort seiner Herzattacke) anhielten. Nach dem Stadtrundgang ging es gleich wieder auf die Straße, nächstes Ziel war Monkey Mia. Monkey Mia befindet sich auf dem Weltnaturerbe der Halbinsel Shark Bay. Es ist weltberühmt durch seinen Strand geworden, den jeden morgen wilde Delphine aufsuchen um die Fütterungen mitzunehmen. Schon die Fahrt in das Strandresort ist atemberaubend, azurblaues Wasser, unendlich scheinende Küste und feinster Sand aus Muschelschalen. Da wir bereits am frühen Abend angekommen waren, entschieden wir uns den Sonnenuntergang auf der Barterrasse zu genießen. Dabei kamen wir ins Gespräch mit zwei älteren deutschen Ehepaaren, die gerade ihre vierte Woche Urlaub in Australien verbrachten. Es stellte sich heraus, dass sie seit Jahrzehnten Asien und Ozeanien bereisen und so konnten wir nützliche Tipps für unseren Thailandaufenthalt ergattern. Das große Highlight war jedoch der nächste Morgen, für den wir schon um sieben Uhr Morgens aus den Träumen gerissen wurden, die Besichtigung der Delphinfütterung. Die wilden Meeressäuger kommen seit 12 Jahren ins kniehohe Wasser des Strands um ein paar Fischdelikatessen abzufangen, dabei beobachtet von über 50 schaulustigen Touristen. Diese zirkusartige Veranstaltung ist allerdings wirklich beeindruckend. Etwa drei Meter von uns entfernte schwammen sechs bis acht Delphine im glasklaren Wasser hin und her und durften von den Besuchern gefüttert werden. Wir gehörten zwar nicht zu den Auserwählten, waren aber trotzdem extrem begeistert von der Vorstellung. Damit das Ganze wenigstens noch einen Hauch Naturschutzatmosphäre bekam, gab es obendrein 30 Minuten Informationen über die putzigen Viecher. Nach dieser einmaligen Erfahrung ging unsere Reise weiter nach Carnavon, der Bananenhauptstadt Australiens. Nach dem wöchentlichen Einkaufs- und Internetbummel, wo uns wieder einmal der Anblick der verarmten Aboriginies ängstigte, gönnten wir Patchi auf dem hiesigen Carvanpark eine kleine Pause, währenddessen ich nun diese letzten Zeilen schreibe, dürfte Matthi gleich unsere gegrillten Steaks servieren… bevor mich der Hunger übermannt, hier noch ein paar Worte zu unseren nächsten Planungen: Morgen geht’s nach Coral Bay, wo wir im Ningaloo Riff schnorcheln und eventuell sogar mit Walhaien schwimmen werden, danach geht es immer den Highway entlang Richtung Darwin. Bis zum nächsten Mal.  Abschied von der Farm  Kings Park Perth  Pinnacles Ausschnitt  Pinnacles Overview  angesprochenes Gefängnis  Delphine :)  guckender Delphin  Tornado!
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